B2B
29.12.2017

„Pyramidenspiel“: Indien warnt vor Bitcoins

Auch indische Behörden warnen vor Kryptowährungen, diese wollen aber vorerst keine strengeren Regeln einführen.

Das indische Finanzministerium hat am Freitag eine Warnung vor der Digitalwährung Bitcoin veröffentlicht. Laut dem Finanzministerium weisen Bitcoin und andere Kryptowährungen starke Ähnlichkeiten zu einem Pyramidenspiel auf und sollten daher vermieden werden. Wer sich dennoch für ein Investment entscheidet, handelt dabei „auf eigenes Risiko“ und kann sich keinerlei Hilfe vom Staat erwarten. Das Finanzministerium stellt zudem klar, dass es sich bei Kryptowährungen um kein legales Zahlungsmittel handelt.

Rechtlicher Rahmen fehlt

Einschränkungen oder gar ein ausdrückliches Verbot von Bitcoins und anderen Kryptowährungen habe man aber vorerst nicht vorgesehen. Erst vor kurzem kündigte Südkorea an, Kryptowährungen künftig stärker zu regulieren. „Es gibt ein reales und erhöhtes Risiko einer Investment-Blase, ähnlich jener in Pyramidenspielen“, heißt es in der Aussendung des indischen Finanzministeriums. Zudem warnt man davor, dass Kryptowährungen vorwiegend für die Bezahlung von illegalen Aktivitäten, wie „Terrorfinanzierung, Schmuggel, Drogenhandel und anderen Geldwäschevorgängen“ verwendet wird.

Kritiker sehen die Warnung der Behörde als unzureichend an und fordern rechtliche Klarheit. Es müsse ein gesetzlicher Rahmen geschaffen werden, insbesondere in Asien, wo sich Kryptowährungen großer Beliebtheit erfreuen.