B2B
02/02/2012

Sony mit hohen Verlusten

Sony ist im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres tief in die roten Zahlen gerutscht. Die Flutkatastrophe in Thailand, die starke Konkurrenz durch Samsung und Apple sowie der starke Yen belasten das Ergebnis des japanischen Elektronikkonzerns.

Wie der Hersteller der PlayStation am Mittwoch nach Börsenschluss bekanntgab, fiel zum 31. Dezember ein Fehlbetrag von 159 Milliarden Yen (1,6 Mrd. Euro) an nach einem Gewinn von 72,3 Milliarden Yen im gleichen Vorjahresquartal.

Umsatzrückgang
Der Umsatz sank auf 1,82 Billionen Yen nach 2,20 Billionen Yen im Vorjahr. Sony führte dies auf die Folgen der Flutkatastrophe in Thailand und die verschlechterten Marktbedingungen in entwickelten Ländern zurück, wo die Konkurrenten Samsung und Apple dem Konzern zusetzen. Auch der starke Yen belastet das Ergebnis.

Für das noch bis zum 31. März laufende Gesamtgeschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem Nettoverlust von 220 Milliarden Yen. Sony folgt mit seinen enttäuschenden Zahlen und ernüchternden Prognosen in dieser Bilanzsaison anderen Elektronikkonzernen wie Nintendo und Sharp.

Neuer Chef

Bereits am Mittwoch ernannte der Konzern seinen Topmanager Kazuo Hirai zum neuen Chef. Der 51-Jährige übernimmt am 1. April die Aufgaben von Howard Stringer, der nach sieben Jahren an der Spitze des Konzerns ab Juni den Verwaltungsrat leiten soll. Auf den erst 51-Jährigen Hirai warten große Herausforderungen. Kameras, Computer und die PlayStation3-Konsolen verkaufen sich nicht so gut wie erhofft. Auch das Geschäft mit Mobiltelefonen bereitet Probleme.

Aktie verliert an Wert
Die Aktie von Sony fiel vor Bekanntgabe der Quartalszahlen um 2,6 Prozent auf 1328 Yen. In den vergangenen zwölf Monaten hat das Papier mehr als die Hälfte seines Wertes verloren. Die Ratingagentur Moody's stufte die Bonität von Sony im vergangenen Monat unter Verweis auf die Probleme herunter, das TV-Geschäft wieder auf Kurs zu bringen.

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