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B2B
10/10/2012

Studie: E-Book-Verkäufe schaden Buchmarkt nicht

Der stark boomende E-Book-Markt beeinträchtigt die Verkäufe von gedruckten Büchern kaum. Zu diesem Schluss ist eine Studie des Institus für Marketing und Medien gekommen. Viele E-Book-Nutzer kaufen weiterhin gedruckte Bücher und geben deutlich mehr für diese aus.

E-Book-Leser kaufen nach einer Studie der Universität Hamburg auch weiterhin gedruckte Bücher. „Eine Kannibalisierung gedruckter Bücher findet kaum statt", schreiben die Autoren einer am Mittwoch zur Frankfurter Buchmesse veröffentlichten Untersuchung des Instituts für Marketing und Medien. Demnach kaufen 22 Prozent der E-Book-Nutzer auch mindestens drei gedruckte Hardcover-Bücher im Jahr - verglichen mit 15 Prozent der Befragten, die keine E-Books lesen. Bei Taschenbüchern sind die Unterschiede geringer. Wer E-Books lese, kaufe generell mehr Bücher, erklären die Forscher. Dabei werden die gedruckten Bücher vor allem zu Hause, E-Books meist unterwegs gelesen.

Dominator Amazon
Für E-Books geben die Nutzer durchschnittlich 50,62 Euro im Jahr aus. Für gedruckte Bücher sind es 115,67 Euro - bezogen auf alle Käufer. Bevorzugter Online-Shop für den Kauf von E-Books ist der Studie zufolge mit großem Abstand Amazon - hier kauften 79 Prozent der Befragten zumindest einmal ein. Danach folgen bei möglicher Mehrfachnennung Thalia (24 Prozent), Weltbild/Hugendubel (20 Prozent), der Apple-Shop iTunes (19 Prozent), das nichtkommerzielle Projekt Gutenberg (7 Prozent), Libri.de (7 Prozent) und der Online-Shop der eigenen Buchhandlung (6 Prozent). Für die Studie wurden insgesamt mehr als 2500 Menschen befragt, unter ihnen 1157 E-Book-Leser.

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