B2B 23.05.2018

Uber versichert österreichische Fahrer kostenlos

© Bild: APA/AFP/JOSH EDELSON / JOSH EDELSON

Der US-Fahrdienstvermittler macht in Österreich und Europa einen Schritt auf seine Fahrer zu und bietet ihnen kostenlose Versicherungen an.

Der Fahrdienstvermittler Uber wird künftig seine Fahrer und Kurier-Partner in Österreich und in weiten Teilen Europas eine Reihe von Versicherungsangeboten zur Verfügung stellen. Die Versicherungen werden Krankheit, Unfall oder die Geburt eines Kindes abdecken.

Die Versicherungspakete wird Uber in Partnerschaft mit Versicherungsgesellschaft AXA angeboten und von Uber finanziert, so dass keinerlei Kosten für Fahrer und Kurier-Partner entstehen, heißt es in einer Aussendung. Uber will damit seine Fahrer in Österreich vor größeren Kosten oder Einkommensverlusten, die infolge von Unfällen oder Verletzungen während der Fahrt entstehen, schützen. Auch bei schweren Krankheiten und Verletzungen oder der Geburt eines Kindes sollen Uber-Fahrer künftig geschützt sein.

Das so genannte Partnerschutz-Programm ist für Uber-Fahrer ab dem 1. Juni 2018 verfügbar und wird laut Uber mehr als 150.000 unabhängige Partner in ganz Europa versichern.

Vorübergehend außer Dienst

In Wien musste Uber Ende April vorübergehend den Betrieb einstellen. Der Taxianbieter 40100 konnte dies mit einer Klage beim Handelsgerichts Wien erreichen. Zwei Tage lang konnten über die Uber-App keine Fahrten bestellt werden, bis der Dienst in der Bundeshauptstadt wieder zurück war. Neben technischen Anpassungen am Bestellprozess wurden unter anderem die Geschäftsbedingungen für Fahrer angepasst.

Laut diesen dürfen die Fahrer nur noch dann Folgeaufträge annehmen, wenn sie sich auf dem Rückweg zum Betriebssitz befinden. Ein Warten am Parkplatz oder Herumfahren in der Stadt ist nicht erlaubt. Das dürfen zwar Taxifahrer, nicht aber Mietwagen-Fahrer. Offiziell vermittelt Uber nur Fahrten für Mietwagenunternehmen. Offenbar hat Uber aber auch Anpassungen an der Vergabe von Fahrten vorgenommen.

Die Wiener Wirtschaftskammer und die Taxi-Funkzentrale 40100 schließen weitere Klagen gegen den US-Fahrdienstvermittler Uber nicht aus.

( futurezone ) Erstellt am 23.05.2018