Eric Schmidt will Google-Anteil reduzieren

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Monopol
12/17/2012

USA wollen Ermittlungen gegen Google einstellen

Dem Suchmaschinen-Konzern wurde Manipulation der Suchergebnisse zugunsten seiner eigenen Dienste vorgeworfen. Die US-Behörde FTC soll nun laut verschiedenen Berichten die Ermittlungen einstellen, da Google einige Zugeständnisse leisten will. Die noch nicht offizielle Einigung wird bereits scharf kritisiert.

Die US-Behörde FTC (Federal Trade Commission) wird laut einem Bericht von Bloomberg die Ermittlungen gegenüber Google in den nächsten Tagen einstellen. Dem Internet-Konzern wurde vorgeworfen, dass dieser in den Suchangeboten seine eigenen Angebote zu spezifischen Themen wie Reisen oder Shopping bevorzugt platziert und so Mitbewerber benachteiligt habe. Die Vorwürfe wurden unter anderem von Microsoft, Yelp und Expedia vorgebracht.

Google bereitet laut Bloomberg einen Brief an die FTC vor, in der zahlreiche Zugeständnisse gemacht werden. So verspricht Google, nie unerlaubt Inhalte von Mitbewerbern auf seiner Seite zu verwenden und will Werbern zukünftig erlauben, die Effizienz ihrer Werbekampagne auf Google mit anderen Anbietern zu vergleichen.

Kritik an Einigung
Das US-Unternehmen und die FTC befinden sich bereits seit zwei Wochen in intensiven Verhandlungen über eine Einstellung der Ermittlungen. Ein erstes Angebot der US-Behörde, laut dem Google seine Suchergebnisse bewusst manipuliert habe, lehnte Google entschieden ab, da es "dem Unternehmen schaden könnte."

Das Konsortium FairSearch.org, das von den betroffenen Mitbewerbern wie Microsoft, Nokia und TripAdvisor gegründet wurde, kritisierte in einer ersten Aussendung das Vorgehen der FTC scharf. "Die Behörden dürfen Google nicht erlauben, den durch illegales Vorgehen erworbenen, unfairen Vorsprung zu behalten." Die Europäische Kommission ermittelt aufgrund ähnlicher Vorwürfe gegen Google, eine Entscheidung wird für das nächste Jahr erwartet.

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