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Zahlen
10/19/2011

Wieder kein gutes Quartal für Yahoo

Das Geschäft beim Internet-Pionier Yahoo läuft weiterhin mäßig: Die Werbeeinnahmen sinken, die Suche nach einem neuen Konzernchef zieht sich hin. Wettbewerber wie Facebook und Google haben im Kampf um die Werbe-Dollar mehr Schneid.

Der Internet-Konzern Yahoo hat das vergangene Quartal mit deutlich weniger Umsatz und Gewinn abgeschlossen. Die Erlöse sanken im dritten Vierteljahr im Jahresvergleich um 24 Prozent auf knapp 1,22 Milliarden Dollar. Das Unternehmen erklärte dies am Dienstag nach US-Börsenschluss aber vor allem mit einer Änderung der Bilanzierung angesichts der Partnerschaft mit Microsoft im Suchmaschinengeschäft.

Der Gewinn schrumpfte um 26 Prozent auf 293,3 Millionen Dollar. Da die Zahlen damit noch besser als am Markt erwartet ausfielen, kletterte die Aktie nachbörslich um gut zwei Prozent.

Neuer Chef gesucht
Yahoo sucht gerade nach einem neuen Konzernlenker, nachdem die bisherige Chefin Carol Bartz

worden war. Ihr wurde vorgeworfen, die Geschäftsentwicklung nicht schnell genug zu verbessern. Ein Blick in die Zahlen macht die Probleme deutlich. So sanken die Erlöse im Geschäft mit Bannerwerbung - einst eine Yahoo-Domäne - um zwei Prozent auf 502 Millionen Dollar. Das „Wall Street Journal“ berichtete, Yahoo gewährte bereits Rabatte von 5 bis 15 Prozent, um Werbekunden zu halten.

Der Grund für die Probleme: Yahoo machen die Wettbewerber zu schaffen. Der Suchmaschinen-Primus Google stößt beschleunigt auch in das Geschäft mit Banner-Werbung vor. Und auch das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook zieht mit seinen rund 800 Millionen Nutzern immer mehr Werbe-Dollar an. Die Strategie der geschassten Chefin Bartz war, Yahoo zu einem großen Inhalte-Anbieter auszubauen, um damit ein Umfeld für Werbekunden zu schaffen. Dafür gab sie auch die eigene Suchtechnologie auf und sattelte auf Microsofts Suchmaschine Bing um.

Verkaufsoptionen in Prüfung
Die Quartalszahlen, die nicht gerade von Stärke zeugen, kommen für Yahoo ungünstig: Der Verwaltungsrat prüft gerade alle Optionen, darunter auch einen Verkauf des Unternehmens. Der Konzern hat für seine Dienste wie Yahoo Mail zwar hunderte Millionen Nutzer, schafft es aber nicht, von diesen hohen Zahlen entsprechend zu profitieren.

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