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12/10/2019

Lernst du noch oder programmierst du schon?

Der „Run“ auf die digitalen Lehrberufe und warum wir Software-Code und Notebook statt Tafel und Kreide in Österreichs Klassenzimmern brauchen.

Software entwickeln, Codes schreiben und Apps programmieren – immer mehr Jugendliche lernen das in ihrer Lehrausbildung. Das Interesse an den IT-Lehrberufen ist stark wie nie. In Wien werden heuer 92 Applikationsentwickler ausgebildet – das sind um 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs bei den digitalen Lehrberufen ist erfreulich. Denn um sich in der IT-Berufswelt später behaupten zu können, sind Programmieren, Coden, Netzwerk- und Betriebstechnik wichtige Voraussetzungen.

Wir brauchen Jugendliche, die fit in den Programmiersprachen sind und verstehen, wie Netzwerke und Computersysteme miteinander kommunizieren.

Martin Puaschitz, Obmann der Fachgruppe UBIT – Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT der Wirtschaftskammer Wien

„Coding“ – ein Kinderspiel?

Je früher Kinder mit der Welt der Software-Codes und IT-Technik vertraut gemacht werden, desto besser sind sie auf eine spätere digitale Lehrausbildung vorbereitet. Bei einem Blick in Österreichs Schulen fällt auf: Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa, wie etwa Dänemark, besteht bei uns noch Luft nach oben.

Matheaufgaben am Tablet oder Software-Coding zur Hausübung sind bei uns leider noch Zukunftsmusik. In den Schulen braucht es viel mehr Praxisbezug. Die Kinder sollen im Unterricht Apps programmieren und Netzwerke mit echter Hardware aufbauen, anstatt sich nur mit theoretischen Simulationen zu beschäftigen.

Martin Puaschitz, Obmann der Fachgruppe UBIT – Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT der Wirtschaftskammer Wien