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Digital Life
12/23/2019

22-jähriger "Hacker" scheiterte daran, Apple zu erpressen

Der Erpressungsversuch eines jungen Londoners ging gehörig in die Hose. Nun wurde er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Ein 22-jähriger Brite wurde von einem Gericht zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren sowie 300 Stunden Sozialarbeit verurteilt. Er hatte versucht Apple zu erpressen. Das berichtet Business Insider. Der Londoner Kerem Albayrak schickte im März 2017 eine E-Mail an das Unternehmen und erklärte darin, er habe Zugriff auf 319 Millionen iCloud-Konten.

In der Mail drohte er, die Informationen an seine „Internet-Buddies“ zu verkaufen und verlangte ein Lösegeld von 75.000 Dollar in Kryptowährungen oder iTunes-Geschenkkarten.

Eine Woche später schickte er Apple sowie einigen Medien ein YouTube-Video, in dem er angeblich auf zufällig ausgewählte iTunes-Accounts zugreift. Außerdem forderte er plötzlich 100.000 Euro.  

Festnahme

Apple informierte die Behörden, woraufhin Albayrak festgenommen und seine Geräte beschlagnehmt wurden. Hinweise, wonach er tatsächlich Accounts kompromittiert hatte, gibt es nicht.

Den Ermittlern zufolge war Albayrak Sprecher einer Hackergruppe namens „Turkish Crime Family“. Auch ihnen gegenüber gab er an, Zugriff auf die iCloud-Konten zu haben und teilte den anderen Mitglieder mit, dass der angekündigte Angriff „zu 99,9 Prozent“ stattfinden würde. Ein Motiv für den Erpressungsversuch dürfte offenbar auch Geltungsdrang gewesen sein. So sagte Albayrak nach seiner Verhaftung: „Wenn man im Internet mächtig ist, ist es, als wäre man berühmt. Man wird von jedem respektiert.“