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Unfall
06/29/2017

22-Jähriger versehentlich bei YouTube-Stunt erschossen

Ein 22-jähriger US-Amerikaner wollte für ein YouTube-Video eine Pistolen-Kugel mit einem Buch abwehren. Der gefährliche Stunt missglückte jedoch, der junge Vater starb.

Eine 19-jährige Frau aus dem US-Bundesstaat Minnesota hat versehentlich ihren Freund bei einem YouTube-Stunt getötet. Das Pärchen wollte eine Kugel mit einem dicken Buch – laut den Anwälten handelte es sich um eine dicke Enzyklopädie – stoppen. Der Stunt missglückte jedoch und die Kugel traf den 22-Jährigen, der trotz rascher Erster Hilfe noch am Unglücksort verstarb. Bei der Tatwaffe handelte es sich um eine Desert Eagle mit dem Kaliber .50 Action Express. Die Szene wurde mit zwei verschiedenen Kameras aus der Ferne gefilmt.

Junge Eltern

Die Frau, die gemeinsam mit dem Toten ihre dreijährige Tochter aufzog und derzeit schwanger ist, wurde wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Ihr drohen nun bis zu zehn Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von bis zu 20.000 US-Dollar. Sie hat mit ihrem Freund im März einen YouTube-Kanal gestartet, auf dem sie „das echte Leben eines jungen Pärchens, die Teenager-Eltern sind“, zeigen wollte. Dort veröffentlichte sie vorwiegend Videos, die auf YouTube beliebte „Pranks“ oder „Challenges“ zum Thema hatten.

Gefährliche YouTube-Pranks und -Stunts

Diese waren jedoch meist eher harmlos, beispielsweise aßen sie Chilli-Schoten. Ihr Freund drängte sie nach ihren Angaben bereits seit längerer Zeit dazu, den gefährlichen „Stunt“ zu filmen. Darauf weist auch ein am Montag veröffentlichter Tweet hin, in dem die Beschuldigte betont, dass das gefährliche Video nicht ihre Idee sei. Immer wieder begeben sich YouTuber in oftmals lebensgefährliche Situationen, um mehr Aufmerksamkeit zu generieren. Ein 17-jähriger Brite sprang beispielsweise 2015 von der Londoner Tower Bridge.