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3D-Drucken mit Zucker, Senf und Keksteig

3D-Drucken mit Zucker, Senf und Keksteig

Auf Essen aus dem „Replikator“, wie man es aus Star Trek kennt, wird man wohl noch eine Weile warten müssen. Doch Essen aus dem 3D-Drucker ist bereits jetzt Realität - auch wenn man sich vorerst mit ungesundem Zucker und Keksen zufrieden geben muss. Schüler der HTL Donaustadt haben im Rahmen einer Diplomarbeit einen 3D-Drucker auf RepRap-Basis gebaut, der essbare Gegenstände, beispielsweise aus Zucker, ausdrucken kann. Dafür setzt man auf ein simples Prinzip: Statt einem aufgeheizten Kunststoffdraht trägt eine einfache Spritze das Material auf und konstruiert so Schicht um Schicht einen (essbaren) Gegenstand.

Laut den Schülern des Fachbereichs Netzwerktechnik habe man besonders darauf geachtet, alte Bauteile wiederverwenden zu können. So wurde beispielsweise ein altes PC-Netzteil für die Stromversorgung verwendet. Auch die grundlegende Struktur und Verschleißteile, beispielsweise Zahnräder, wurden mit einem anderen 3D-Drucker hergestellt.

Damit die Masse dickflüssig genug bleibt, wurde dem Zucker Eiweiß beigemischt. Laut den Schülern lässt sich der Zucker so gleichmäßig mit dem selbstkonstruierten Extruder auftragen. Im Geschmackstest ließ sich auch kein nennenswerter Unterschied erkennen: Zucker bleibt Zucker. Die einzige Einschränkung ergibt sich aber durch das Volumen der Spritzen. Diese fassen lediglich zehn Milliliter, weswegen der Druck bei aufwändigen Modellen kurzzeitig pausiert und die Spritze neu angefüllt werden muss.

Zucker zum Fixieren

Clever: Die bedruckten Kekse werden mit Zuckerguss am Drucktisch fixiert. Den Schülern gelang es aber auch, andere „Werkstoffe“ zum Drucken zu verwenden. So wurden Kekse mit rohem Teig gedruckt und Burger mit Senf verziert. Komplizierte Objekte lassen sich aber nur mit dem Zucker-Eiweiß-Gemisch produzieren.

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Michael Leitner

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