Digital Life
09.06.2018

Airbnb muss 80 Prozent seiner Angebote in Japan entfernen

Wegen eines neuen Gesetzes hat der Zimmervermittler 48.000 Angebote in Japan von seiner Plattform gestrichen. Viele Buchungen mussten storniert werden.

Wer in Japan Zimmer oder Wohnungen über Airbnb vermieten will, braucht künftig eine staatliche Lizenz und darf dies auch nur mehr 180 Tage im Jahr tun. Die neue Regelung, die im vergangenen Jahr beschlossen wurde, sollte eigentlich erst am 15. Juni in Kraft treten. Die japanische Regierung wies Airbnb am Freitag jedoch an, dass nicht registrierte Anbieter entfernt und Reservierungen, die bei ihnen vor dem 15. Juni gemacht wurden, storniert werden müssten.

Davon sind laut der japanischen Zeitung Nikkei Asia Review auch viele Vermieter betroffen, die eine Lizenz beantragt, aber noch nicht erhalten haben. Die Anzahl der japanischen Anbieter auf Airbnb habe sich durch die neue Regelung von 62.000 um knapp 80 Prozent auf 13.800 reduziert, schreibt die Zeitung.

Airbnb will betroffene Nutzer entschädigen

Die Vermieter konnten sich seit dem Frühjahr für entsprechende Lizenzen registrieren. Das Interesse hielt sich aber offenbar in Grenzen. Bis Anfang Mai sollen laut Nikkei Asia lediglich 724 Anträge bei den Behörden eingegangen sein.

Laut Airbnb kam die Anweisung der Regierung, die Anbieter zu entfernen, überraschend. Die japanische Fremdenverkehrszentrale habe davor andere Angaben gemacht, teilte der Zimmervermittler mit. Gäste, die von Stornierungen betroffen sind, will Airbnb zumindest teilweise entschädigen.