Wie der Airbus A380 zu seinem Namen kam
Wie der Airbus A380 zu seinem Namen kam
Der A380 ist selbst jenen ein Begriff, die sich nur im Entferntesten mit Luftfahrtthemen beschäftigen. Die Bezeichnung scheint für viele vielleicht recht willkürlich. Airbus hat seinem doppelstöckigen Superjumbo den Namen aus einem guten Grund zugewiesen.
Um das Schema zu verstehen, wie der A380 zu seinem Namen kam, muss man bis in die 1960er Jahre zurückgehen. Damals hat der europäische Flugzeugbauer sein erstes modernes Passagierflugzeug entwickelt. Es sollte Platz für bis zu 300 Passagiere bieten.
Aus dieser Kapazitätsangabe wurde die Bezeichnung abgeleitet: A300. Das A steht für Airbus, die 300 eben für die Anzahl der Passagiere. Die "3" wurde rasch zum Markenzeichen – genau wie die "7" bei Boeing.
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A300 und A310
Die erste Version des A300 hatte dann aber nur 250 Sitzplätze, weshalb dieses Modell beinahe A250 geheißen hätte. Offiziell wurde es dann aber als A300B bezeichnet. Der A300 wurde als zweistrahliges Großraumflugzeug für Mittel- und Kurzstrecken konzipiert und ab 1974 eingesetzt.
Für transatlantische Routen wurde schließlich die Weiterentwicklung A310 eingesetzt, der ab 1983 seinen Dienst aufgenommen hat. Die an die Anzahl der Sitzplätze angelehnte Bezeichnung, hat Airbus zu dieser Zeit bereits verworfen. Von nun an folgte das Namensschema neuer Airbus-Flugzeuge in Zehnerschritten.
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Die A320-Großfamilie
1988 hat dann das erfolgreichste Airbus-Flugzeug seinen Dienst aufgenommen: der Airbus A320, aus dem in der Folge eine ganze Familie wurde. Dazu zählen der Airbus A318, A319 und A321. Die Nummern zeigen in diesem Fall die Größe innerhalb der Familie an - kleiner oder größer als die A320-Basis.
In den Jahren danach folgten die beiden Großraumflugzeuge Airbus A330 und A340, die mehr oder weniger gleichzeitig entwickelt wurden und 1994 beziehungsweise 1993 in den Dienst gestellt wurden.
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A350, aber kein A360 oder A370
Der A350 stellt das neueste und modernste Flugzeug von Airbus dar. Es ist seit 2015 im Einsatz und besteht zu einem großen Teil aus Kohlenstofffaserverbundwerkstoffen. Dadurch ist es besonders leicht und effizient und kann vergleichsweise günstig betrieben werden.
Einen Airbus A360 oder A370 gibt es nicht. Es ist auch unklar, ob es jemals ein europäisches Flugzeug mit einer dieser Bezeichnungen geben wird. Offiziell wird an keinem solchen Modell gearbeitet, das die Lücke zwischen anderen Passagierflugzeugen füllen soll.
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Der A380
Der Airbus A380 soll die "8" in seinem Modelnamen nicht aus der logischen Folge heraus erhalten haben. Vielmehr soll die Form der "8" an den Querschnitt des doppelstöckigen Rumpfs erinnern. Außerdem stellt die "8" die höchste Glückszahl in China dar. Am asiatischen Markt erhoffte sich Airbus dadurch Vorteile.
Eine Weiterentwicklung des A380 wird es wohl in absehbarer Zeit nicht geben, weshalb es so schnell wohl auch keinen A390 geben wird. Die Produktion des gescheiterten Superjumbo wurde bereits 2021 eingestellt. Die Rahmenbedingungen in der Luftfahrt haben sich geändert, sodass es für eine derart riesige Maschine keine Abnehmer mehr gibt.
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Der Trend geht in Richtung kleinerer flexiblerer Flugzeuge. So gelten die überarbeiteten Versionen der A320-Familie als vielversprechende Modelle: A320neo, A321neo, A321LR und A321XLR. Das "neo" steht übrigens für "New Engine Option" - also für neue Triebwerke. LR ist die Abkürzung für "Long Range" und XLR steht für "Extra Long Range". Diese beiden Varianten können als Kleinraumflugzeuge sogar transatlantische Routen bewältigen.
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Sonderfall A220
Völlig aus der Reihe tanzt übrigens der Airbus A220. Es ist die einzige Passagiermaschine des europäischen Flugzeugbauers, die mit einer "2" beginnt. Das liegt daran, dass Airbus dieses Flugzeug nicht selbst entwickelt hat.
Stattdessen hat Airbus das "CSeries"-Programm vom kanadischen Hersteller Bombardier gekauft. Um es in die Familie zu integrieren, wurde es A220 getauft. Es ist das kleinste Mitglied der Flotte und ist unter halb der A320 angesiedelt.
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