Digital Life
17.12.2013

AK warnt vor hohen Handy-Kosten im Urlaub

Rechtzeitig zu Weihnachten weist die Arbeiterkammer auf Roaminggebühren hin und rät zu SMS statt Telefonieren. In jedem Fall solle man sich genaue Informationen holen.

Alle Jahre wieder warnt die Arbeiterkammer vor hohen Handy-Kosten beim Auslandsurlaub. Innerhalb der EU hat die EU-Kommission zwar eine Kostensenkung erzwungen, dieser Schutz gilt aber nicht für andere Staaten. Eine Minute lang nach Hause telefonieren kann aus fernen Ländern 4,60 Euro kosten, ein Megabyte Daten in Thailand herunterladen 20,80 Euro.

Eine einfache Prognose für die Kosten gibt es nicht, da jeder Anbieter andere Preise hat, manchmal sogar das Datum des Vertragsabschlusses entscheidet. Teilweise können sogar Wertkarten günstiger sein als Vertragshandys.

Beim Anbieter nachfragen

Die AK empfiehlt daher, vor der Urlaubsreise bei der Telekom-Firma nachzufragen und sich auch über Paketangebote für das Urlaubsland zu erkundigen. In der Regel kann man viel Geld sparen, wenn man die Mailbox abschaltet, da sonst doppelte Kosten anfallen können: für das Nachschicken des Anrufs ins Ausland und dann die Rückleitung an die Mailbox daheim. Oft sind SMS günstiger als telefonieren, schreibt die AK in einer Aussendung am Dienstag.

Immerhin müssen die Verbraucher laut EU-Roamingverordnung auch in Drittländern per SMS Preisinfos erhalten. Auch eine Information, wenn der Tarif zu 80 Prozent ausgeschöpft ist sowie eine Sperre bei Erreichen des Höchstbetrages von rund 60 Euro sind Pflicht. Eine Ausnahme gibt es, wenn im Drittland keine Echtzeitverrechnung unterstützt wird. Darüber muss aber der Anbieter bei der Einreise informieren.