Digital Life
30.01.2018

Angreifer plündern US-Bankomaten

Nach einer Angriffswelle auf Bankomaten in den USA warnen zwei Bankomathersteller und das Secret Service vor weiteren Attacken.

In den USA wurden in den vergangenen Wochen zunehmend Angriffe auf Geldausgabeautomaten registriert. Bei dem als „Jackpotting“ bekannten Phänomen, infizieren Angreifer die Bankomaten mit Schadsoftware und bringen sie so dazu, Geld auszuspucken. Bis zu 40 Banknoten in 20 Sekunden können auf diese Art lukriert werden. Nun warnen die US-Strafverfolgungsbehörde Secret Service und die Gerätehersteller Diebold Nixdorf und NCR vor weiteren Attacken, berichtet der „Guardian“.

Physischer Zugang notwendig

Die Hersteller der Geldausgabeautomaten fordern ihre Kunden auf, Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Betroffen seien vor allem ältere Geräte, heißt es. Angaben zu Schadenssummen wurden nicht gemacht. Um die Attacken auszuführen müssen die Angreifer physischen Zugang zu den Geräten haben. Mit spezieller Elektronik und Schadsoftware können sie dann die Geräte manipulieren, führt der US-Sicherheitsexperte Brian Krebs auf seinem Blog aus.

Zuvor wurde bereits in Mexiko eine Welle von Jackpotting-Attacken beobachtet. Vor zwei Jahren waren auch Geldausgabeautomaten in zahlreichen europäischen Ländern, Thailand und Taiwan Ziel solcher Angriffe. Betroffen waren dabei ausschließlich Geräte mit dem veralteten Windows-XP-Betriebssystem. Nach Angaben des US-Secret Service wurden bei den Attacken in den USA nun aber auch Automaten, die auf Windows 7 laufen, geplündert.