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Verwirrungstaktik Anti-Überwachungs-Mode soll Gesichtserkennung verhindern.

Ein Prototyp für ein HyperFace-Muster, das Gesichtserkennungssoftware verwirren soll
Ein Prototyp für ein HyperFace-Muster, das Gesichtserkennungssoftware verwirren soll - Foto: Adam Harvey
Mit gedruckten Mustern, die Kameras eine Vielzahl an Gesichtern liefern, will der Künstler Adam Harvey Gesichtserkennungs-Algorithmen überfordern.

Der US-Künstler Adam Harvey ist bekannt für seine Tarnmethoden, um die eigene Privatsphäre im Überwachungsstaat zu schützen. Am Hackerkongress 33c3 in Hamburg hat er sein neuestes Projekt vorgestellt. "HyperFace" nennen sich druckbare Muster, die Maschinen eine Vielzahl schematischer Gesichter liefern und so Gesichtserkennungs-Algorithmen schwer beschäftigen sollen.

Wie der Guardian berichtet, will Harvey mit dieser Taktik den Konfidenzwert von Gesichtserkennungs-Ergebnissen reduzieren und Überwachungsprogramme verwirren, wenn das echte Gesicht einer Person in einer Vielzahl von Gesichern untergeht. Die HyperFace-Muster entwickelte Adam Harvey gemeinsam mit dem Interaktionsstudio Hyphen-Labs.

In der Vergangenheit probierte Harvey bereits, Überwachungsdrohnen mit "Stealth"-Bekleidung und -Make-up auszutricksen. HyperFace wird als Teil des Projekts NeuroSpeculative AfroFeminism am Sundance Film Festival Ende Jänner in Park City, Utah, USA, präsentiert.

Österreichs Innenminister Wolfgang Sobotka hat am Mittwoch angekündigt, die Videoüberwachung im öffentlichen Raum ausbauen zu wollen.

(futurezone) Erstellt am 04.01.2017, 14:16

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