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ID-Projekt
09/20/2012

Apple arbeitet an E-Reisepass

Lästiges Anstehen und stundenlanges Warten an Flughäfen könnte künftig der Vergangenheit angehören. Das iPhone als Reisepass-Ersatz - verpackt in eine App namens iTravel - das ist Apples neue Idee, um Prozesse im Flugverkehr zu beschleunigen. Experten stehen diesem Plan kritisch gegenüber und befürchten Sicherheitslücken, Datenmanipulation und Missbrauch.

Wer seine Reisedokumente vor dem Abflug vergessen hat, wird wohl nicht weit kommen. Doch selbst mit Pass und Papieren kann die letzte Stunde vor dem Boarding aufgrund meterlanger Schlangen zum reinsten Nervenkitzel werden. Apple wurde ein App-Patent genehmigt, bei dem es möglich ist, mit seinem Smartphone Flüge zu buchen, einzuchecken und Gepäck aufzugeben. Wie CNN berichtet, wurde hierbei besonders darauf geachtet, Zeit zu sparen und mit “leeren Taschen” von der Lobby bis ins Flugzeug gelangen zu können.

E-Reisepass und E-Ticket
Man stelle sich das Ganze so vor: Der Reisepass und das Boarding-Ticket sind in digitaler Form auf dem Smartphone gespeichert und können als mobile Informationen an verschiedene Stationen geschickt werden. Somit könnte man sich zum Beispiel die Zeit am Gepäcksaufnahmeschalter ersparen, wo momentan noch ein Beauftragter händisch Informationen über Flugreservierung, das Ticket und Gepäck in einen PC eingibt und noch die Identität überprüfen muss. Das Handy könnte nämlich direkt mit dem Schalter kommunizieren und alle erforderlichen Daten mit einem Klick übermitteln.

Auch Sicherheitskontrollen, in denen jeder Passagier auf seine Unterlagen kontrolliert werden muss, könnten mit dieser App schneller voran gehen. Sobald ein Passagier in die Schlange kommt, kann das iPhone automatisch die elektronische Identifikation an einen Kontrolleur schicken. Sobald die Informationen angekommen sind, kann der Kontrolleur die Dokumente an einer speziellen Station überprüfen. Anschließend kann das Smartphone bei der Durchleuchtungsstelle dem nächsten Beamten eine Bestätigung übermitteln, wenn die Identifikation erfolgreich durchgeführt wurde.

Sicherheit wird bemängelt
Wie kann man beweisen, dass das Handy einem wirklich gehört? Oder wie kann man beweisen, dass der Inhaber des E-Passports wirklich man selbst ist? Diese und ähnliche Fragen stellen sich zahlreiche Experten. Apple-Insider Neil Hughes meint dazu: “Sicherheit könnte hier der größte Streitpunkt sein. All diese persönlichen Informationen und Reisedokumente auf einem einzigen Gerät zu haben, könnte geschickte Passwort-Hacker in Versuchung führen.”

Um dieses Problem zu umgehen, könnten die zukünftigen Smartphones eine biometrische Sicherheitsfunktion, wie etwa ein Fingerabdruck-Test, oder andere Features wie Gesichtserkennung brauchen. Auf jeden Fall muss jedes Unternehmen, das elektronische ID anstrebt, eng mit den Regierungsbehörden zusammenarbeiten, um sichere und nachweisliche Standards hervorzubringen. Das US-Außenministerium ist der Ansicht, dass mobile Reisepässe in nächster Zeit wohl nicht so schnell Realität werden.

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