Digital Life
14.01.2014

Apple bleibt nach eBook-Preiskartell unter Beobachtung

Apple protestierte gegen die vom Gericht angeordnete Überwachung durch einen Anwalt, zog aber den Kürzeren. Dieser soll voreingenommen und lediglich auf das Gehalt aus sein.

Apple verlor am Montag eine Klage, mit der man der vom Gericht angeordneten Überwachung durch einen Anwalt entgehen wollte. Laut Gericht sei die Überwachung der Anti-Kartell-Richtlinien des Unternehmens durch einen Anwalt aber „nicht unpassend.“ Der US-Konzern warf dem beauftragten Anwalt Michael Bromwich unter anderem vor, eine persönliche Abneigung gegen Apple zu hegen und an „in gröbster Weise unangebrachten Verhalten“ beteiligt zu sein. So soll Bromwich zahlreiche Top-Manager von Apple interviewt haben anstatt lediglich die Anti-Kartell-Richtlinien für die kommenden 90 Tage zu prüfen.

Berufung angekündigt

Bromwich bezog zu den Vorwürfen Stellung und wies diese zurück. Apple warf ihm unter anderem auch vor, mit den erweiterten Ermittlungen lediglich sein Honorar aufbessern zu wollen. Bromwich erhält 1.100 US-Dollar pro Stunde. Apple kündigte Berufung gegen das Urteil an. Die Überwachung wurde vom Gericht angeordnet, nachdem Apple und fünf Buchverleger wegen illegaler Preisabsprachen verurteilt wurden. Diese führten unter anderem zu deutlich höheren Preisen für eBooks.