Digital Life 16.02.2018

Apples neuer Campus hat ein schmerzhaftes Problem

© Bild: Reuters

Die neue Apple-Zentrale in Ringform, die offiziell Apple Park heißt, setzt auf helle, lichtdurchflutete Räume – was nicht nur Vorteile hat.

13.000 Mitarbeiter arbeiten in der neuen Firmenzentrale von Apple, die offiziell im April 2018 eröffnet wird. Die Mitarbeiter, die bereits vom alten Campus in den neuen umgezogen sind, sind begeistert von dem kreisrunden „Spaceship“, wie sie das Hauptgebäude des Apple Parks nennen. Allerdings sind bereits erste Probleme mit der modernen Architektur aufgetaucht.

Die Innenräume sind offen und modern gestaltet, mit viel Glas. In den großen, offenen Räumen gibt es sogenannte Pods. Diese Arbeitsplätze sind abgeschottet, etwa um Besprechung abhalten zu können, ohne der gesamten Großraumbüro-Geräuschkulisse.

Glaswände

Das Problem dabei ist, dass die Pods ebenfalls Glaswände haben. Deshalb laufen Apple-Mitarbeiter laufend gegen das Glas, berichtet Bloomberg. Einige Mitarbeiter haben Post-its auf die Glasflächen geklebt, um sie sichtbarer zu machen. Die Klebezettel wurden aber entfernt, weil diese „vom Design des Gebäudes ablenken“ würden, wurde den Mitarbeitern gesagt.

Die offenen Räume und das viele Glas war die Grundidee des Gebäudes. Wired beschrieb es bei einem Besuch als „Statement der Offenheit und freien Bewegung“, im Kontrast zu Apples sonst typisch introvertierter Kultur. Die fast 14 Meter hohen, gebogenen Scheiben an der Außenfassade seien zwar ein technisches Wunder, aber nicht die eigentliche Errungenschaft, sagte Apples Chef-Designer Jony Ive: „Die Errungenschaft ist ein Gebäude zu machen, in dem so viele Leute zusammen arbeiten, gehen und reden können.“

Wie viele Unfälle es bisher gab, wollte Apple gegenüber Bloomberg nicht nennen. Es dürfte allerdings zu keinen gröberen Verletzungen gekommen sein, da auf der Website der Occupational Safety and Health Administration keine Zwischenfälle für Apples neuen Standort gelistet sind.

( futurezone ) Erstellt am 16.02.2018