Digital Life
18.04.2016

Behörde: Wer Drohnen abschießt, riskiert 20 Jahre Gefängnis

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat nun klargestellt, dass das Beschießen einer Drohne dem Angriff auf ein Passagierflugzeug gleich kommt.

Die Berichte über wütende US-Bürger, die mit Schrotflinten oder improvisierten Waffen Drohnen auf ihrem Grundstück abschießen, häufen sich. Wie Forbes jetzt berichtet, sollten Schießwillige zukünftig darüber nachdenken, ob sie eine Drohne attackieren.

Da seit Ende 2015 Drohnen bei der US-Luftfahrtbehörde FAA registriert werden müssen, werden diese jetzt als Luftfahrzeuge anerkannt. Deshalb trifft auf Drohnen auch der Paragraph 18 USC 32 zu, der das mutwillige Beschädigen oder Zerstören von Flugzeugen mit bis zu 20 Jahren Haft ahndet.

Wie Forbes weiter berichtet, heißt das in Folge auch, dass ein Drohnenpilot in den USA rechtlich wie ein Pilot eines bemannten, zivilen Flugzeugs zu sehen ist. Versucht man einen Drohnenpiloten vom Steuern des Fluggeräts abzuhalten, könnte das ebenfalls mit bis zu 20 Jahren Haft geahndet werden. Selbst das Bedrohen einen Drohnenpiloten könnte einen fünf Jahre Gefängnis einbringen.

Bisher hat es in den USA noch keinen Fall gegeben, bei dem die Staatsanwaltschaft eine strafrechtliche Verfolgung eingeleitet hat.