Digital Life
06.02.2014

ChangeNomination: Gute Taten statt Biernominierung

Das Projekt ChangeNomination wurde von österreichischen Studenten ins Leben gerufen und will das Trinkspiel Biernominierung in etwas Sinnvolles verwandeln.

Zuletzt machte das Spiel Biernominierung (auch unter dem Namen NekNomination bekannt) auf Facebook Schlagzeilen. Die Regeln sind schnell erklärt, ein Nominierter muss sich beim Ex-Trinken eines Bieres filmen und das Video online stellen. Danach kann er drei Leute nominieren, die anschließend das Gleiche tun müssen, sonst folgt eine Strafe. ChangeNomination hat dieses Prinzip aufgegriffen, nur, dass man anstatt Bier zu trinken, hier etwas Gutes tun soll, bei dem man sich filmt.

Hinter der Aktion steht eine Gruppe junger Studierender der Fachhochschule Kufstein, die sich mit dem Trinkspiel NekNomination nicht identifizieren wollen, wie Markus Kirchmair, einer der Initatoren, gegenüber der futurezone erklärt. "Wir haben uns gedacht, dass es nach den zwei Todesfällen in der letzten Woche allerhöchste Zeit ist, diesem Trend bzw. Irrsinn etwas Positives entgegen zu setzen", so Kirchmair. "Wir wollen Leute dazu bringen, dass sie einander für was Gutes inspirieren, anstatt einfach nur eine Flasche auf ex zu kippen", so Kirchmair.

Gute Taten

Was genau man in dem Video macht, bleibt einem selbst überlassen. „Es sind die kleinen Dinge im Leben, die in Summe Großes bewirken können“, schreiben die Initatoren auf der Facebook-Seite. Naheliegend wäre etwa, dass man Geld, Kleidung oder Blut spendet, wie es auf der Facebook-Seite heißt. Auch könne man sich einfach bei einem Menschen bedanken, der in der Gesellschaft etwa zu wenig beachtet wird.

„Ändere, was du möchtest. Es ist richtig, wenn es sich richtig anfühlt. Nimm es auf Video auf. Stelle sicher, dass du dir selbst oder anderen keinen Schaden zufügst. Begeistere deine Freunde mit einem zufälligen Akt der Güte oder tu etwas Gutem, auf das du stolz sein kannst“, heißt es auf der Facebook-Seite. Mittlerweile wurden auch ein Twitter-Account und ein YouTube-Channel ins Leben gerufen.

Reaktionen

Seit der Gründung Anfang dieser Woche gab es laut Kirchmair viel positives Echo, wenngleich es auch nicht ganz einfach ist, das Anliegen erfolgreich zu bewerben: "Leider ist es naturgemäß viel schwieriger, eine gute Sache viral zu verbreiten, als etwas Lustiges", so Kirchmair. Unterstützung gibt es derzeit aus dem Bekanntenkreis, aber auch von NGOs: "Wir erhalten bereits Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen und Freunden und sind drauf und dran, mehr darauf aufmerksam zu machen", so der Student. Als Ziel wolle man einen Selbstläufer kreieren, der sich auch über die Landesgrenzen von Österreich hinweg verbreiten soll.