Chinas Facebook will an die US-Börse

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Gegenmaßnahme
07/18/2012

China stattet Behörden mit legaler Software aus

Die chinesische Regierung investiert knapp 157 Millionen US-Dollar, um seine Behörden mit legaler Software auszustatten. Durch diese Maßnahme soll der Softwarepiraterie in China ein harter Schlag versetzt werden.

China hat laut der Nachrichtenseite Xinhua Software-Lizenzen im Wert von knapp einer Milliarde Yuan, umgerechnet etwa 157 Millionen US-Dollar, erworben. Diese sind Bestandteil einer nationale Kampagne, die illegale Piraterie-Software aus den Büros der Regierung verbannen soll. Insgesamt wurden Lizenzen für 158.823 Betriebssysteme und 506.693 Software-Produkte gekauft.

Anti-Piraterie-Kampagne
Yan Xiaohong, Direktor der National Copyright Administration, erklärte, dass es sich dabei um eine weitreichende Anti-Piraterie-Kampagne handle. Der zweite Teil dieser Kampagne, welcher die Inspektion und Ausbesserung der gefälschten Programme beinhielt, sei damit jetzt abgeschlossen.

Bis jetzt wurden 159 Städte und 594 Ortschaften Chinas der Überprüfung unterzogen. Problematisch wird es laut Yan bei den lokalen Regierungen, da diese oft nicht den Sinn hinter geistigem Eigentum sehen. Die Regierung erhofft sich dadurch ein neues Bewusstsein für geistiges Eigentum zu schaffen.

Zukunftschance
Der Schritt wurde laut Yan nicht nur getätigt um internationale Auflagen zu erfüllen, sondern soll ausländische Software-Hersteller dazu ermutigen, ihre Produkte in China zu verkaufen, da diese nun nach chinesischem Recht deutlich besser geschützt werden.

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