Digital Life
05.09.2016

Das Goldene Brett: Antiwissenschaftlicher Unsinn gesucht

In den vergangenen Jahren wurden bereits Xavier Naidoo, der Kopp-Verlag sowie Homöopathen ohne Grenzen mit dem Preis ausgezeichnet. Nun wird ein würdiger Nachfolger gesucht.

Am 11. Oktober wird in Wien bereits zum sechsten Mal in Folge "Das Goldene Brett" verliehen. Dieser Preis wird von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) an Personen oder Institutionen vergeben, die den größten antiwissenschaftlichen Unsinn des Jahres verbreitet haben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Xavier Naidoo, der Kopp-Verlag sowie der Verband Homöopathen ohne Grenzen.

Nominierungen können noch bis zum 22. September online eingereicht werden, die Finalisten werden von einer Fachjury ausgewählt. Die Verleihung des Preises findet am 11. Oktober in der Urania in Wien statt. Zeitgleich wird auch eine Parallelveranstaltung im Hamburger Club Uebel & Gefährlich stattfinden.

Umstrittene Preisträger

Im Vorjahr hat der deutsche Biologe und Virenleugner Stefan Lanka gewonnen. Dieser behauptet öffentlich, dass Infektionskrankheiten wie AIDS, Ebola oder Masern nicht von Viren verursacht werden. Er war sich seiner Sache so sicher, dass er sogar für den Beleg von Existenz und Größe von Masernviren mit wissenschaftlichen Methoden einen Geldpreis in der Höhe von 100.000 Euro ausschrieb. Als er die geforderten Beweise vorgelegt bekam, verweigerte er jedoch die Zahlung. Der Fall beschäftigte mehrere Jahre die Gerichte, zuletzt konnte sich Lanka aufgrund eines Formfehlers jedoch aus der Affäre ziehen. Er forderte eine Arbeit, die die Existenz und Größe des Masernvirus beweisen sollte, ein Arzt legte jedoch sechs verschiedene Arbeiten vor, die Teile der gefragten Informationen enthielten.

Des weiteren ist Lanka auch ein bekannter Impfgegner und soll die mehr als fragwürdige „Neue Germanische Medizin“ praktizieren. Neben Lanka waren im Vorjahr auch die österreichische Politikerin Susanne Winter und der Wundermittel-Verkäufer Jim Humble als Finalisten nominiert.