Das Wahlverhalten von Bürgern darf in mehreren US-Bundesstaaten aufgezeichnet und veröffentlicht werden

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Digital Life
12/29/2015

Persönliche Daten von 191 Millionen US-Wählern im Netz

In den USA wurde eine öffentlich zugängliche Datenbank entdeckt, die Namen, Adressen, Telefonnummern und Wahlverhalten von 191 Millionen Personen enthält.

Laut der Cybersecurity-Webseite CSO Online führte eine schlampige Konfiguration dazu, dass eine riesige Datenbank öffentlich zugänglich wurde. Sie enthält persönliche Daten von 191 Millionen US-Bürgern. Woher die Datenbank stammt, ist unklar.

Persönliche Daten

In der Datenbank enthalten sind die vollen Namen (Vor- und Nachname sowie mittlerer Name), die Adresse, Mail-Adresse, eine einzigartige Wahl-ID, die State-Voter-ID, Geschlecht, Geburtstdatum, Telefonnummer, Tag der Registrierung und die politische Zugehörigkeit und die gesamte Aufzeichnung des Wahlverhaltens seit dem Jahr 2000. Außerdem gibt es in der Datenbank ein Feld für die Vorhersage des künftigen Wahlverhaltens.

Nach Analysen von IT-Sicherheitsexperten liegt jedoch die Vermutung nahe, dass die Datenbank von der US-Softwarefirma Nation Builder angefertigt und an einen unbekannten Kunden ausgeliefert wurde. Nation Builder streitet jedoch die Herkunft ab.

In den USA ist es gängige Praxis, dass Unternehmen Wähler-Datenbanken anlegen und an politische Parteien verkaufen, um diesen genaue Daten für Wahlkampagnen zu liefern. Die vorliegende Datenbank zeigt Wählerdaten mit dem Stand Februar oder März 2014. Auf der Suche nach dem Besitzer der Datenbank ermitteln nun auch die US-Staatsanwaltschaft.