File photo of Adobe logo and Adobe products reflected on a monitor display

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Digital Life
10/27/2019

Daten von Millionen Adobe-Creative-Cloud-Kunden offen im Netz

Ein unangenehmer Vorfall für den Entwickler populärer Software wie etwa Photoshop.

Eine Datenbank mit rund 7,5 Millionen Datensätzen von Adobe-Creative-Cloud-Kunden war offen im Netz zugänglich. Das deckte der Sicherheitsforscher Bob Diachenko gemeinsam mit dem Unternehmen Comparitech auf. 

Unter den Daten fanden sich unter anderem E-Mail-Adressen, Abo- und Zahlungsstatus, Mitglieds-ID sowie der Zeitpunkt der letzten Anmeldung. Passwörter oder Zahlungsdaten waren nicht darunter. Die Informationen können dennoch von Kriminellen für Spam oder andere Aktivitäten genutzt werden, warnen die Experten. 

Eine Woche lang online

Diachenko hat sich sofort nach seiner Entdeckung an Adobe gewandt und ihnen das Problem mitgeteilt. Kurz danach ging die Datenbank offline. Der Experte schätzt, dass sie etwa eine Woche lang zugänglich war. Adobe selbst hat den Vorfall in einer kurzen Mitteilung im Firmenblog eingestanden. “Wir überprüfen unsere Prozesse, um zu verhindern, dass in Zukunft ein ähnliches Problem auftritt”, heißt es dort. 

Creative-Cloud-Kunden wird empfohlen, besonders aufmerksam hinsichtlich verdächtiger E-Mails an die angegebene Adresse zu sein.

Adobe war bereits 2013 Opfer eines massiven Hacks, bei dem 38 Millionen Accounts abgegriffen wurden. Damals waren unter den Daten auch Zahlungsinformationen.