Digital Life
14.11.2018

Adobe-Fehler löscht 500 Stunden Video auf externer Festplatte

250.000 Dollar Kompensation fordert ein Filmemacher, dessen Videomaterial durch einen Softwarefehler gelöscht wurde.

Ein Update von Adobes Videoschnitt-Software Premiere Pro entpuppte sich für den freischaffenden Filmemacher Dave Cooper als Albtraum. Hunderttausende Clips bzw. 500 Stunden an selbst geschossenem Videomaterial wurden dabei nämlich durch das Programm gelöscht. Cooper versuchte die Dateien noch wiederherzustellen, scheiterte aber daran. Das Programm hatte alles unwiderruflich gelöscht. Er will nun 250.000 Dollar als Schadenersatz.

Software-Fehler mit Folgen

Bei dem Fehler geht es darum, dass Premiere Pro einen Cache-Ordner anlegt, in welchem bearbeitetes Videomaterial für 90 Tage zwischengespeichert wird, bevor es automatisch gelöscht wird. Da der Ordner sehr viel Platz benötigt, lagerte der Filmemacher die Dateien in einen eigenen Ordner auf der externen Festplatte aus, auf der sich noch eigenes Videomaterial befand. Den Cache-Ordner beließ er wie vom Programm vorgesehen auf seinem Computer.

Nach dem Update musste Cooper mit Schrecken feststellen, dass die Adobe-Software nicht nur den Cache-Ordner, sondern auch den Ordner auf seiner externen Festplatte geleert hatte - inklusive der 500 Stunden an Videomaterial, die der Filmemacher ebenfalls dort gespeichert hatte. Adobe hat den Software-Bug bereits zugegeben. Ob der Filmemacher mit seiner Forderung durchkommt, wird nun ein Gericht in Kalifornien entscheiden.