Google Allo

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09/22/2016

Warum Snowden vor der Verwendung von Google Allo warnt

Googles neuer Allo-Messenger verspricht bequeme Features, muss dafür aber Nachrichten mitlesen und langfristig speichern. Das sorgt für Kritik von Datenschützern.

Googles Allo will gegen die Messenger-Konkurrenten von Facebook bis Apple mit integrierter künstlicher Intelligenz bestehen. Der smarte Chatbot "Google Assistant" kann direkt im Chat mit der Anrede "@google" mit diversen Aufgaben betraut werden, etwa der Versendung von YouTube-Links. Durch "Smart Replies" sollen Nutzer mit einem Knopfdruck passende, vorgefertigte Mitteilungen wie "Bist du schon unterwegs?" oder "Yup" schicken können. Damit das funktioniert, muss die KI allerdings Zugriff auf Nachrichten haben, um trainiert werden zu können. Deshalb speichert Allo Nachrichten standardmäßig dauerhaft, wie cnet berichtet.

So will der Konzern gewährleisten, dass seiner KI ausreichend Daten zur Verfügung stehen, um ihre Fähigkeiten zu verbessern. Nutzer können ihre Chat-Verläufe zwar händisch löschen oder den Ende-zu-Ende-verschlüsselten Incognito-Modus verwenden, um die Speicherung ihrer Nachrichten zu verhindern, Datenschützer sehen Googles Vorgehen aber trotzdem problematisch, vor allem weil die Konkurrenz großteils auf standardmäßige Verschlüsselung setzt. Unverschlüsselte Nachrichten, die auf Googles Servern liegen, sind auch für Ermittlungsbehörden zugänglich.