Digital Life
23.12.2017

Facebook-Tool zeigt, ob du russische Propaganda abbekommst

Ein neues Werkzeug erlaubt es Facebook-Nutzern zu prüfen, ob sie vor der US-Präsidentenwahl 2016 Opfer russischer Propaganda wurden.

Das von Facebook zur Verfügung gestellte Tool prüft, ob der eigene Account mit Seiten und Einträgen bei Facebook oder Instagram interagiert hat, die der Internet Research Agency zugeordnet werden können, wie thenextweb berichtet. Diese Agentur mit dokumentierten Verbindungen zu Moskau gilt als einer der wichtigsten Akteure in der angeblich staatlich gelenkten Kampagne zur Beschädigung des Vertrauens in die Demokratie. Derzeit ist das Tool nur für Nutzer aus den USA zugänglich.

Facebook schätzt, dass etwa 140 Millionen Nutzer in ihrem Newsfeed oder bei Instagram mir russischer Propaganda konfrontiert wurden. Hauptsächlich behandelten die strittigen Beiträge emotional aufgeladene Themen wie Waffengesetze, LGBTQ-Rechte und Religion. Mehr als 100.000 US-Dollar sollen in diese Kampagnen investiert worden sein. Das Facebook-Tool zeigt allerdings nur direkte Verbindungen zu den von Facebook identifizierten Propaganda-Accounts und -Postings. Erfolgte die Verbindung über Freunde, werden keine Resultate angezeigt.