© Robert Galbraight/reuters

Studie
05/26/2011

Facebook und E-Mails größte Arbeitszeitkiller

Die Zunahme an Social-Media- und anderen elektronischen Tools bremst zunehmend den Arbeitsfluss und kostet Groß-Unternehmen mehrere Millionen Dollar im Jahr. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine aktuelle US-Studie, die den Einfluss von Facebook, E-Mail, SMS und Instant Messaging am Arbeitsplatz untersucht hat.

Der Studie des Marktforschungsinstituts United Sampler zufolge können knapp die Hälfte der Befragten maximal 15 Minuten ungestört arbeiten, bevor sie durch Aktivitäten wie E-Mailen oder Facebooken unterbrochen werden. 53 Prozent der Befragten gaben an, zumindest eine Arbeitsstunde pro Tag dadurch zu verlieren. Bei einem angenommenen Durchschnittslohn von 30 Dollar die Stunde mache dies für jeden Angestellten 10.375 US-Dollar im Jahr aus, rechnet United Sampler vor.

Zehn Millionen Dollar Kosten

Auf Unternehmen mit 1000 Mitarbeiter und mehr umgelegt, koste diese Unproduktivität folglich mehr als zehn Millionen Dollar im Jahr, so die Schlussfolgerung. Von einer gesteigerten Produktivität durch Social Media und elektronische Tools könne folglich nicht die Rede sein, kommentierte Yaacov Cohen, CEO des Social-Mail-Providers harmon.ie, der die Studie wohl nicht ganz uneigennützig in Auftrag gegeben hat. Neben Facebook und Co gehe vor allem für die Bearbeitung von E-Mails sowie die Suche nach Dokumenten viel Zeit verloren.

Denn gerade das Versenden und Anhängen von Dokumenten über E-Mails trage wenig zum täglichen Workflow am Arbeitsplatz bei, da diese sich oft als schwer auffindbar erweisen würden. Dieses Problem wird durch das Verteilen unterschiedlicher Dokumentversionen auf diversen Geräten und Servern noch erschwert. Ebenfalls als Herausforderung wird das Arbeiten mit verschiedenen Geräten und Bildschirmen gleichzeitig empfunden, was dem ungestörten Arbeiten ebenfalls wenig förderlich ist. Insgesamt sind 60 Prozent aller Ablenkungen digitaler Art.

Meetings kosten auch Zeit
Auf den zweiten Blick fällt jedoch auch auf, dass wohl auch herkömmliche Arbeitsprozesse nicht der Weisheit letzter Schluss sind. So gehen immer noch 43 Prozent der Arbeitszeit für traditionelle Meetings und Besprechungen mit Kollegen verloren. Der damit einhergehende Unproduktivitäts-Faktor wurde jedoch wohlweislich außer Acht gelassen. Zum Vergleich: Für E-Mail-Verkehr fallen 23 Prozent der Arbeitszeit an. Facebook blockiert neun Prozent der täglichen Arbeitszeit – bei einem durchschnittlichen Arbeitstag also eine knappe Dreiviertel-Stunde.

Die Umfrage wurde unter 500 Angestellten diverser US-Firmen mit unterschiedlicher Größe durchgeführt.

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