Digital Life
30.06.2011

Filmstudio verbietet 3D-Druck von Super 8-Würfel

Man könnte meinen, dass 3D-Drucken noch ein Nischenmarkt sei. Doch in den USA meldete sich bereits das erste Filmstudio bei einem Fan, der den Würfel aus dem Blockbuster Super 8 nachgemacht hatte und bei einer Plattform 3D-Drucke davon angeboten hat. Paramount sendete ihm eine Unterlassungsaufforderung.

In den USA läuft der Film „Super 8“ vom Produzenten Steven Spielberg seit 10. Juni in den Kinos. Dem Ingenieur Todd Blatt gefiel der darin vorkommende Würfel so gut, dass er ihn als 3D Cad-File nachbastelte und auf die Plattform Shapeways hochlud, um im Anschluss einen 3D-Druck davon zu bestellen. Blatt staunte nicht schlecht, als nicht einmal 18 Stunden später eine Unterlassungsaufforderung des Filmstudios Paramount eintraf. Er habe sein Replikat unverzüglich von Shapeways zu entfernen, hieß es darin.

Blatt ließ den Würfel seinem Blogeintrag zufolge sofort von Shapeways entfernen, da er keinen Rechtsstreit mit Paramount anfangen wolle. Er sei ein einfacher Mann und ein Fan des Films Super 8. Der Grund für Paramount, im Nischenmarkt 3D-Druck eine Unterlassungsaufforderung zu schicken, ist schnell gefunden: Es gibt einen Lizenzierungsvertrag mit Quantum Mechanix, einem anderen 3D-Druck-Hersteller, der die Rechte für einen 3D-Druck des Würfels aus Super 8 erworben hat.

ArsTechnica hat zu der Causa den Rechtsanwalt Michael Weinberg befragt. Dieser meinte, dass der Würfel aus Super 8 tatsächlich einer der wenigen Objekte sei, für die das Filmstudio möglicherweise Urheberrechte besitze. Für andere Objekte wie den Star Trek Phaser müsste das Filmstudio aber ein Patent anmelden, um es schützen zu können.