Digital Life
27.03.2017

Flugreisen: Laptop-Verbot wegen explosiver iPad-Attrappe

© Bild: AP/Lai Seng Sin

Ein Mitgrund für das Verbot von großen elektronischen Geräte in Flugzeugen ist offenbar ein Plan, wonach eine Bombe in Form eines iPads an Bord geschmuggelt werden sollte.

Das Verbot von elektronischen Geräten, die größer als ein Handy sind, auf Flügen in die USA und nach Großbritannien trat vor kurzem in Kraft. Was genau der Grund für das Handeln der Behörden war, ist allerdings noch weitgehend unklar. Argumentiert wird mit einer nicht näher genannten terroristischen Bedrohung.

Gegenüber dem Guardian haben nun Personen aus Sicherheitskreisen einige Details zu den Gründen des Verbots verraten. So wurde im Vorfeld ein Plan aufgedeckt, wonach Terroristen eine Bombe getarnt als iPad an Bord eines Flugzeuges schmuggeln wollten. Weitere Details wie Zeitpunkt und die involvierten Länder bleiben aber auch weiterhin geheim.

Schaden in der Kabine

Dem Verbot zufolge müssen alle großen elektronischen Geräte im eingecheckten Gepäck transportiert werden und dürfen demnach nicht mit in die Kabine genommen werden. Besonders kleinere Bomben können in der Kabine effektiver eingesetzt werden, weil sie vor der Detonation strategisch platziert werden können. Im eingecheckten Gepäck haben die Attentäter keine Kontrolle, wo der Sprengkörper platziert wird bzw. explodiert.

Anfang 2016 schaffte es ein islamistischer Extremist, eine Bombe an Bord eines Flugzeugs von Daallo Airlines zu schmuggeln. Bildern einer Überwachungskamera lassen vermuten, dass die Bombe in einem manipulierten Laptop versteckt war.

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