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iTunes-Konkurrent
11/14/2011

Google erweitert Musikservice um Downloads

Am Mittwoch wird Google die neuesten Entwicklungen rund um seinen Musikdienst Google Music präsentieren. Der Cloud-Service, über den sich die eigene Musikdatenbank synchronisieren lässt, wird Brancheninsidern zufolge erstmals auch Downloads anbieten. Medienberichten zufolge soll Google bisher aber nur eine Einigung mit Universal erzielt haben.

Der immer noch in Beta-Phase befindliche Streaming-Dienst Google Music könnte schon bald um Kauftitel erweitert werden. Etwaige Details sollen am Mittwoch vorgestellt werden. Laut dem Technologieportal Cnet dürfte sich Google allerdings nur mit Universal Music geeinigt haben, Sony und Warner dürften immer noch nicht mit von der Partie sein, was die Lizenzierung ihrer Titel an Google betrifft.

Auf iTunes` Spuren

Google hatte den Cloud-basierten Service im Frühjahr 2011 als eingeschränkte Beta gestartet.

erlaubt das Hochladen von bis zu 20.000 Songs in die Wolke, die dann über verschiedene Geräte gestreamt werden können. Wie Amazon, das einen ähnlichen Service anbietet, verzichtete Google bisher auf eine Lizenzierung durch die Musikindustrie. Der Upload der eigenen Songs ist entsprechend zeitaufwändig. Auch ein MP3-Store nach dem Vorbild von Apple iTunes war bisher nicht umsetzbar.

Apple wird seine Musik-Services in den USA in Kürze um ein ähnliches Cloud-Feature erweitern. Mittels iTunes Match kann die eigene Musikdatenbank ebenfalls in die Cloud verfrachtet werden. Da es Apple gelungen ist, sich mit den Labels zu einigen, wird der Dienst aber mit Abgleich der iTunes-Server funktionieren. Das bedeutet, dass alle im iTunes-Store verfügbaren Titel nicht vom eigenen Computer hochgeladen werden müssen, sondern einfach per Titel-Abgleich in der Cloud zur Verfügung gestellt werden.

Lizenzstreit mit Labels

Während Apple mit seinem iTunes-Store den Markt dominiert, tut sich Google seit jeher schwer mit der Musikindustrie. Vor allem YouTube war und ist den Rechte-Inhabern ein Dorn im Auge, aber auch der unlizenzierte Upload von ganzen Musikkatalogen in die Cloud schmeckte der Industrie nicht so wirklich. Mit Android existiert mittlerweile aber eine weitere starke Plattform neben Apple, die sich als gewichtige iTunes-Alternative in Stellung bringen könnte.

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