Digital Life
25.06.2018

Google Maps warnt vor aktuellen Störungen der Wiener Linien

Bei der Routenplanung werden nun auch Störungen der Wiener Öffis angezeigt. Doch die Daten sorgen für Verwirrung.

Knapp ein Jahr ist es her, dass die Wiener Linien die Fahrplandaten so aufbereiteten, dass sie auch in Google Maps eingebunden werden konnten. Seither schlägt Google bei der Routenplanung in Wien auch den vermeintlich schnellsten Weg mittels Öffis vor. Wurden dafür bisher nur die offiziellen Fahrpläne und also nicht die Echtzeitdaten berücksichtigt, wird nun offenbar aber mit der Integration von aktuellen Störungsdaten experimentiert. So spuckte Google Maps am Donnerstagnachmittag etwa eine Warnung für die U4 aus.

Verwirrung um Datensätze

Auf welche Daten und mit welcher Zeitverzögerung Google dabei zugreift, ist unklar. Denn zum Zeitpunkt der Störungsanzeige war diese weder auf den Seiten der Wiener Linien, im Twitter- oder Facebook-Feed zu finden. Auch qando, die eigene Fahrplan-App der Wiener Linien, die Echtzeitdaten und Störungen anzeigt, wusste nichts von einer U4-Störung. Einer Webseite zufolge, die Meldungen automatisiert dokumentiert, dürfte es zumindest gegen 15:00 Uhr eine U4-Störung gegeben haben.

Bei den Wiener Linien zeigt man sich auf futurezone-Anfrage auch ratlos: "Wir stellen diverse Feeds mit Open Data zur Verfügung und posten Störungen auch auf Twitter und Facebook. Welche Daten Google von wo übernimmt, wissen wir einfach nicht", teilt eine Sprecherin mit. Die Wiener Linien lassen nun prüfen, ob die Störungsanzeige auf Google den mit internen Daten zusammenpassen oder eventuell ein veralteter Feed abgegriffen wurde.

Andere Meldungen ignoriert

Seltsam ist auch, dass bis auf die besagte U4-Störung andere am Montagabend von den Wiener Linien offiziell angezeigten Verzögerungen und Probleme von Google Maps wiederum ignoriert wurden. Es bleibt also völlig unklar, welche Störungsdaten überhaupt berücksichtigt werden. Eine Anfrage der futurezone an Google läuft.