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Android-Upgrade
02/23/2011

Google setzt Duell mit Facebook fort

Mit einem Android-Upgrade verschwinden Facebook-Kontakte aus den Adressbüchern von Nexus One und Nexus S. Das Social Network verwendet die Android Contacts Schnittstelle nicht, daher werde wahre Integration nur vorgespielt, meint Google.

von David Kotrba

Mit einem Android-Upgrade für seine Smartphones Nexus One und Nexus S hat Google das Duell mit Facebook wieder aufgenommen. Die Mobilgeräte erhalten nun die Android-Version 2.3.3, genannt "Gingerbread", verlieren aber eine vormals dagewesene Funktion. Benutzer der Facebook-App auf dem Google-Betriebssystem konnten zuvor ihre Kontakte mit dem Android-Adressbuch verbinden. Facebook-Freunde scheinten damit samt ihren Telefonnummern (so sie diese im Social Network angegeben haben) unter den andere Telefonbuch-Einträgen auf. Nun nicht mehr.

Keine Ausnahmen mehr

Google begründet den Schritt mit einer Rückbesinnung auf seine eigenen Regeln. Facebook war zuvor eine Ausnahme erteilt worden. Sämtliche anderen Apps mussten die Schnittstelle Android Contacts API verwenden, um Kontakte ins Android-Adressbuch zu befördern. Facebook behielt sich seine Daten lieber selbst. In einem Statement meint Google, dass es bisher den Anschein hatte, als seien Facebook-Kontakte bei Android integriert. Das sei jedoch nicht so gewesen, man hätte Facebook-Kontakte etwa nicht exportieren können.

Facebook stehe es aber natürlich frei, die Regeln der Android Contacts API zu befolgen und Reziprozität herzustellen. Damit erhielte Google freilich Zugang zu Facebook-Daten, und die "wahre Daten-Freiheit" - so drückt Google das aus - wäre hergestellt.

Streit um Kontaktdaten

Erst im November hatte Google Facebook durch eine Änderung seiner Nutzungsbedingungen den Import von Kontaktdaten verwehrt. Wenn dies nicht wechselseitig möglich sei, dann gar nicht, betonte der Konzern. Facebook fand daraufhin einen schnellen Umweg um die Google-Blockade und bezichtigte Google allzu großer Flexibilität bezüglich seiner neuen Prinzipien. In der Vergangenheit hatte Google den Austausch von Daten zwischen Facebook und seinem eigenen Social Network Orkut verweigert.

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