Digital Life
19.07.2018

Google-Suche nach "Idiot" zeigt Trump-Bilder

Aktivisten haben mithilfe einer Google-Bombe die Suchergebnisse des US-Konzerns manipuliert.

Wer aktuell bei der Google-Bildersuche nach dem Wort „Idiot“ sucht, wird dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit auf mehrere Fotos des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump stoßen. Hintergrund ist, dass zahlreiche Aktivisten Artikel online gestellt haben, in denen der US-Präsident mit dem Wort assoziiert wird. Außerdem war der Green-Day-Song „American Idiot“ der Soundtrack der Protestbewegung gegen den Besuch Trumps in Großbritannien. In diesem Zusammenhang ist das Lied auch wieder in die Charts eingestiegen.

Auch auf Reddit wurde ein Foto mit der Bezeichnung „Idiot“ abertausend mal upgevotet, wie der Guardian berichtet. Dass mehrere Medien nun über die Aktion berichten, befeuert die entsprechenden Suchergebnisse noch mehr.

Frühere Aktionen

Ähnliche Manipulationsaktionen, sogenannte Google-Bomben, sind in der Vergangenheit bereits öfters durchgeführt wurden. 2009 war das Ziel die damalige US-First-Lady Michelle Obama. Eine Bildersuche nach ihrem Namen ergab eine Bildmontage, bei der ihr Kopf mit dem eines Affen kombiniert wurde. Google griff damals ein und entschuldigte sich im Nachhinein bei der First Lady.

Auch der FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache wurde 2010 Opfer einer Google-Bombe. Wenn man nach dem Begriff "Vollkoffer" suchte, bekamen viele Nutzer die offizielle Webseite von Strache präsentiert. US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney wurde auf diese Art und Weise 2012 mit dem Begriff "completely wrong" verknüpft.