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Zukunftsvision Google will Patent für Kontaktlinsen-Kamera.

Googles Schema einer smarten Kontaktlinse mit eingebauter Kamera
Googles Schema einer smarten Kontaktlinse mit eingebauter Kamera - Foto: Patentbolt
In einem Patentantrag beschreibt Google eine smarte Kontaktlinse, in der eine Kamera integriert ist. Die Erfindung soll Blinden und Sehenden helfen.

Google hat laut neuen Patentanträgen die Vision von smarten Kontaktlinsen mit eingebauter Kamera. Erst im Jänner wurde bekannt, dass Google elektronische Kontaktlinsen entwickelt, die Blutzucker-Werte messen sollen. Kontaktlinsen mit Kameras sollen dagegen die Umgebung visuell analysieren, Daten verarbeiten und sowohl blinden als auch sehenden Trägern behilflich sein.

Wie die Webseite Patentbolt beschreibt, soll das zu patentierende System aus einer Kontaktlinse mit Kamerakomponente, einem Kontrollschaltkreis und einem Sensor bestehen. Die drei letzteren Komponenten sind sehr klein und unterhalb der Pupille platziert, sodass die Sicht des Trägers dadurch nicht behindert wird.

Hilfe für Blinde und Sehende

Wie so eine Kontaktlinse dem Träger nützen könnte, wird anhand von Beispielen erläutert. Blinde Träger könnten durch das System vor Kreuzungen und herannahenden Fahrzeugen gewarnt werden. Durch Bildanalyse wird ein Fahrzeug erkannt, die Kontaktlinse kommuniziert mit dem Smartphone und das Smartphone gibt eine akustische Warnmeldung weiter.

Als weiteres Beispiel wird die Gesichtserkennung von Personen genannt, etwa durch die Polizei. Ein Kontaktlinsen tragender Polizist müsste einen Verdächtigen nur ansehen, die Kontaktlinsenkamera nimmt ein Bild auf und vergleicht das Gesicht darauf mit einer Datenbank. Der Verdächtige wiederum erhält keinen Hinweis darauf, dass ein Hintergrundcheck abläuft. Dieses Beispiel könnte interessante datenschutzrechtliche Diskussionen hervorrufen.

Superman-Blick

Die smarten Kamera-Kontaktlinsen könnten zudem mit einem integrierten Display kombiniert werden. Bei einem Konzert könnte die Kamera etwa auf die Bühne zoomen und das vergrößerte Bild direkt vor dem Auge des Trägers wiedergeben. Kontaktlinsenträger hätten dadurch eine Art Superman-Blick.

Wie genau die Stromversorgung der Kamera-Kontaktlinse funktionieren könnte, wird nicht präzisiert. Erwähnt wird nur, dass der Kontrollschaltkreis eine "Strom-Komponente" enthalten könnte. Die Miniaturisierung der Bauteile sowie die Energieversorgungsfrage sollten eine Herausforderung für die kommenden Jahrzehnte darstellen.

(futurezone) Erstellt am 15.04.2014, 20:02

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