Das ist die größte E-Lokomotive der Welt

Das ist die größte E-Lokomotive der Welt

© Progress Rail
Wählen Sie FUTUREZONE als bevorzugte Google-Quelle

Digital Life

Das ist die größte E-Lokomotive der Welt

Man könnte behaupten, dass heutzutage quasi jede herkömmliche Lok eine E-Lokomotive sei. Während sich viele die elektrische Energie über Oberleitungen holen, setzt diese Lok auf integrierte Akkus, die eine massive Kapazität von 14,5 MWh aufweisen. 

Hergestellt wird die elektrische Lokomotive von Progress Rain in Brasilien. Eingesetzt werden sie vom Bergbauunternehmen Fortescue in Australien. Dort transportieren sie Eisenerz von den Bergwerken der Pilbara-Region zu den Häfen in Western Australia.

Bis vor Kurzem haben Dieselloks die schwer beladenen Güterzüge gezogen. Im Juni wurde erstmals eine elektrische Lok dafür eingesetzt. Nun wurde eine 2. sogenannte Battery Electric Locomotive (BELs) in Dienst gestellt. Fortescue will damit seine Emissionen reduzieren und kosteneffizienter arbeiten. 

➤ Mehr lesen: Kilometerhohe Wolkenkratzer sollen erneuerbare Energie speichern

E-Lok gewinnt Energie zurück

Zugute kommt dem Bergbauunternehmen die Topographie der Region. Die Bergwerke liegen nämlich deutlich höher als die Häfen auf Meeresniveau. Das bedeutet, dass die beladenen Züge großteils bergab fahren. Dadurch könnten die E-Loks zwischen 40 und 60 Prozent der benötigten Energie durch regeneratives Bremsen beim Bergabfahren selbst erzeugen, schreibt Fortescue in einem Posting. 

Der Weg zurück zu den Bergwerken führt zwar bergauf, die Züge sind dabei aber leer und deswegen deutlich leichter. Jene Energie, die die Loks nicht selbst produzieren können, komme laut Fortescue aus erneuerbaren Quellen. 

Der Einsatz der E-Loks soll auch den Betrieb der Züge vereinfachen, heißt es. Es entfalle nämlich das aufwendige Handling des Diesels und die damit zusammenhängende Wartung.

➤ Mehr lesen: Revolutionäre Beton-Batterie ist jetzt 10-mal so effizient

Dieses Elektrofahrzeug muss fast nie aufgeladen werden

Ein riesiges Elektrofahrzeug mit einem ähnlichen Ansatz gibt es bei einem Steinbruch in der Schweiz. Dort transportiert ein riesiger Kipplaster mehrere Tonnen Gestein ins Tal. Durch die Rückgewinnung der Bremsenergie soll er ausreichend Energie erzeugen können, um den Weg bergauf wieder bewältigen zu können.

➤ Mehr lesen: Wie Batterien aus Steinen zur Energiewende beitragen können

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare