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08/20/2019

Warum das weltgrößte Elektrofahrzeug nie aufgeladen werden muss

Der riesige Kipplaster wird in einem Steinbruch in der Schweiz eingesetzt und produziert mehr Energie als er benötigt.

In einem Steinbruch in Biel in der Schweiz arbeitet das größte Elektrofahrzeug der Welt. Der riesige Kipplaster transportiert dutzende Tonnen Sedimentgestein und Kalk, muss aber nie aufgeladen werden. Wie ist das möglich?

Der 45 Tonnen schwere eDumper startet seine Arbeit im Tal und fährt den Berg hinauf, wobei die Straße eine Steigung von rund 13 Prozent aufweist. Oben angekommen wird er mit 65 Tonnen an Material beladen. Bei seiner Rückfahrt ins Tal ist der 110 Tonnen schwere eDumper in der Lage aus dem Bremssystem genügend Energie rückzugewinnen, mit der der Kipper wieder den Berg hinaufkommt. 

"In der Summe wird bei der Talfahrt mehr Energie erzeugt als für die Bergfahrt benötigt wird. So wird als Nebenprodukt CO2 freier Strom erzeugt", heißt es in einer Pressemitteilung des Betreibers.

Einsparungen von bis zu 100.000 Liter Diesel pro Jahr

Der eDumper wurde von Kuhn Schweitz in ein Elektrofahrzeug umgebaut und basiert auf einem Komatsu HB 605-7. In das Gefährt wurde ein 4,5 Tonnen schwerer Akku mit einer Kapazität von 600 kWh eingebaut. Die Dauerleistung des Elektromotors beträgt 590 kW (800 PS) mit einem Drehmoment von bis zu 9500 Nm.

Das Unternehmen rechnet vor, dass durch den batteriebetriebenen Einsatz jährlich zwischen 50.000 und 100.000 Liter Treibstoff eingespart werden können. Zudem seien die Wartungskosten niedriger, da weniger Verschleißteile vorhanden sind und außerdem sei der eDumper wesentlich leiser als herkömmliche Kipper dieser Größe.