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Web HTML5 soll bis 2016 gültiger Standard werden.

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Der neue Internet-Standard HTML5 soll dynamische Webanwendungen möglich machen sowie Audio, Video und ortsbezogenen Dienste integrieren. Die Entwicklung des Standards wird aber durch Animositäten zwischen maßgeblichen Web-Unternehmen behindert.

Die Arbeiten für einen neuen Standard zur Darstellung von Inhalten aller Art im World Wide Web sollen in den nächsten vier Jahren zu einem ersten Abschluss kommen. „Wir sind gerade dabei, HTML5 bis 2014 als Empfehlung festzuschreiben und bis 2016 als gültigen Standard zu verankern", sagte Michael Smith vom Standardisierungsgremium World Wide Web Consortium (W3C) am Dienstag in Berlin. Wegen der Vielzahl von Interessen sei es allerdings nicht einfach, alle Beteiligten auf eine gemeinsame Linie zu bringen.

So zeigte sich Smith in einem Vortrag an der Humboldt-Universität in Berlin enttäuscht darüber, dass etwa die 3D-Technik WebGL nicht vom Microsoft-Browser Internet Explorer unterstützt werden solle. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa führte er aus, dass es nicht einfach sei, die verschiedenen Browser-Hersteller auf eine gemeinsame Linie zu bringen. „Das sind schließlich Konkurrenten", sagte Smith. „Wir haben harte Arbeit zu leisten, bis wir endgültige Vereinbarungen zustande bringen."

Zurzeit ist HTML5 im Entwurfsstadium, wird aber bereits von zahlreichen Web-Anbietern verwendet. Die neue Technik bietet sehr viel weiter reichende Möglichkeiten für dynamische Web-Anwendungen mit der Integration von Audio, Video, Animationen und ortsbezogenen Diensten. Die Entwickler der Web-Browser seien dabei, immer weiter neue Funktionen einzuführen, sagte Smith. Der gültige Standard werde vermutlich zuerst als HTML5.1 eingeführt und dann in Schritten von ein bis zwei Jahren kontinuierlich weiter entwickelt.

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(futurezone/dpa) Erstellt am 11.09.2012, 16:00

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