Digital Life 29.05.2018

Hunderte Million Dollar der Kryptowährung Ripple für immer verloren

© Bild: REUTERS / CHRIS HELGREN

Mit dem plötzlichen Tod des Milliardärs Matthew Mellon sind wohl auch seine Investitionen in die Kryptowährung für immer weg.

Der US-amerikanische Geschäftsmann Matthew Mellon ist vor einigen Wochen unerwartet verstorben. Mit ins Grab genommen hat Mellon wohl auch die Passwörter und Private Keys zu seinen Krypto-Wallets.

Zwei Millionen US-Dollar hat der Geschäftsmann ursprünglich in Ripple investiert. Zum Allzeithoch von Ripple soll sein Krypto-Vermögen ungefähr eine Milliarde Dollar wert gewesen sein. Angeblich hat er sich am 3. Jänner 350 Millionen Dollar auszahlen lassen, nur eine Woche bevor der Kurs von Ripple um gut 80 Prozent eingebrochen ist. Aktuell wird sein Ripple-Vermögen auf mehrere hundert Millionen US-Dollar geschätzt.

Ripple-Millionen für immer verloren

"Matthew war paranoid bezüglich seiner Sicherheit", wird sein persönlicher Assistent im The New Zealand Herald zitiert. "Er dachte immer, jemand wolle seine Millionen stehlen. Er hat niemanden vertraut." Hinter vorgehaltener Hand werde sogar vermutet, dass er wegen seines Krypto-Vermögens ermordet wurde. Ein Verdacht, der sich bislang aber nicht bestätigt hat.

Freunden soll Mellon erzählt haben, dass die Zugangscodes zu seinen Dutzenden Accounts und Wallets in mehreren Bankfächern, verstreut über die gesamte USA, gebunkert sind. Er sei der einzige, der Zugriff auf die Accounts habe. Nun, wo Mellon tot ist, ist es naheliegend, dass auch niemand mehr auf sein Ripple-Vermögen zugreifen kann.

Nicole Mellon, Matthew Mellon
Matthew Mellon auf eine Veranstaltung im Jahr 2014 mit seiner damaligen Ehefrau Nicole © Bild: Andy Kropa /Invision/AP / Andy Kropa

Krypto-Enthusiast

"Krypto ist gruselig und düster. Es ist anti-Amerika. Ich bin pro-Amerika und pro-Bank. Deshalb habe ich in Ripple investiert", sagte Mellon Anfang des Jahres. "Die eine Milliarde (Anm. Der Wert seines damaligen Ripple-Vermögens) ist praktisch gratis. Ich habe es verdient, weil ich der einzige war, der aufgezeigt hat. Meine Familie dachte, ich sei verrückt geworden, aber ich wusste es ist ein Home Run."

( futurezone ) Erstellt am 29.05.2018