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Digital Life
05/20/2019

Hunderttausende Tweets zum Thema "Ibiza-Video"

Die Regierungskrise, ausgelöst durch das Ibiza-Video, beschäftigt die Nutzer von sozialen Netzwerken.

 

Das Ibiza-Video hat in den Social Media in Österreich heftige Wellen geschlagen. #ibizagate, der Rücktritt von Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus (beide FPÖ) sowie die resultierende Regierungskrise sorgten am Wochenende für rund 430.000 Twitter-Postings, teilte der österreichische Medienbeobachter META Communication International am Montag mit.

Das Unternehmen hätte „am vergangenen Wochenende auf Twitter mehr Postings als im kompletten Wahlkampfmonat 2017“ gemessen, hieß es in einer Aussendung. Seit Anfang mai seien es 4,4 Million Tweets Nennungen zum politischen Diskurs mit den hauptsächlichen Akteuren und Ereignissen gewesen. „Rund zehn Prozent davon wurden alleine am vergangenen Wochenende generiert.“

Sehe man sich den Zeitverlauf seit 2017 an, dann hätten Politikerrücktritte - zum Beispiel jener von Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Eva Glawischnig (Grüne), die Causa um den NÖ-FPÖ-Politiker Udo Landbauer („Lieberbuch“-Affäre) sowie „Einzelfälle“ inklusive der Identitären jeweils für Peaks gesorgt.

Einen derartigen Tweet-Sturm wie am vergangenen Wochenende hatte es da aber jeweils nicht gegeben. Wichtige News seien so schneller an die Öffentlichkeit gekommen und auch praktisch online kommentiert worden. Etwa zwei Drittel der Tweets hatten die FPÖ als Thema.