Digital Life
26.07.2017

iPhones und iPads: 10.000 Apple-Geräte für die Polizei

Im Zuge eines Dreijahresplans sollen alle Polizisten in Österreich mit Smartphones und Tablets ausgestattet werden. 20 Millionen Euro stehen dafür bereit.

Österreichs Polizei wird laut einem Bericht im Magazin des Innenministeriums „Öffentliche Sicherheit“ mit Smartphones und Tablets und ausgestattet. Wie Karl-Heinz Grundböck, Sprecher des Ministeriums, gegenüber der futurezone erklärt, handelt es sich dabei um aktuelle Geräte der Marke Apple, also um iPhones und iPads. Dies sei eine Expertenentscheidung gewesen, die das Ministerium nach Abwiegen der Anforderungen getroffen habe. „Es geht darum, dass Mobilität ein Faktum ist. Die Fragestellung ist, wie wir diese Mobilität unter Beibehaltung konkreter Sicherheitsstandards ermöglichen können“, so Grundböck.

6500 iPhones und 3500 iPads werden nun ab Anfang September an die Bediensteten ausgegeben, damit ist rund ein Drittel der Belegschaft versorgt. „Das ist ein erster Schritt“, so Grundböck. Ziel sei eine Vollausstattung aller Exekutivbeamten. Erreichen wolle man das in drei Jahren, das Kostenvolumens des Projekts betrage 20 Millionen Euro.

Darin eingeschlossen sei Hardware, Wartung, Support, die Entwicklung von Software sowie Serverkosten für das Device Management. „Die Kommunikation hat sich in den letzten Jahren massiv verändert und beschleunigt. Es ist daher selbstverständlich, dass wir auch die Polizeibeamten mit Tablets und Smartphones ausstatten, um auch weiterhin Ermittlungsarbeit auf Höhe der Zeit sicherzustellen“, so Innenminister Wolfgang Sobotka.

Messenger-App

Im Rahmen des Programms "Mobile Polizeikommunikation" werden auch spezielle Apps entwickelt, die die Polizisten bei ihrer Arbeit unterstützen sollen. Zum Start setzt man bei Messaging und Personen- und Fahrzeugkontrollen auf eigens entwickelte Anwendungen.

Der Polizei-Messenger kann zum Austausch unter den Polizisten sowie zum Versenden von Dateien und Fotos sowie zum Chatten genutzt werden. „Das ist eine BMI-eigene App auf Basis von Skype“, so Grundböck. Um Datensicherheit zu gewährleisten, werde sämtliche Kommunikation über auch BMI-eigene Server abgewickelt.

Ein Prototyp wurde zuerst von 150 Bediensteten getestet, nun wird der Test auf 600 ausgeweitet. Bei positivem Verlauf sollen alle Bediensteten, die die Anwendungen benötigen, damit ausgestattet werden.

Per „Mobile device Management“ (MdM) sollen unter Berechtigungen, Benutzerprofile sowie Geräte- und App-Verwaltung zentral gesteuert werden. Die Geräte können auch privat genutzt werden, lediglich Inhalte, die über die dienstlichen Apps erstellt werden, werden auch auf BMI-Servern gespeichert.

Sicherheitsrisiko private Geräte

Dadurch, dass man die Polizisten mit iPhones ausstattet, wolle man auch verhindern, dass zu stark auf private Geräte gesetzt wird. „Wir brauchen Lösungen, die für die Leute nützlich sind“, erklärt Grundböck.

Wenn man den Polizisten keinen offiziellen Weg biete, mobil zu kommunizieren, laufe man in die Gefahr, dass sie auf private Geräte oder gar private E-Mail-Konten ausweichen, was ein Sicherheitsrisiko darstellt. Genau das wolle man verhindern.