Digital Life
25.02.2016

IS droht Facebook und Twitter

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ein Video veröffentlicht, in dem Bilder von Mark Zuckerberg und Jack Dorsey mit Kugeln durchlöchert werden. Laut Twitter gehören solche Drohungen "zum Alltag".

Weil Facebook und Twitter zunehmenden Nutzerkonten, die der Terrormiliz zugerechnet werden, sperrt, haben IS-Mitglieder ein rund 25 Minuten langes Video veröffentlicht, in dem die Twitter-Chef Jack Dorsey und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bedroht werden. Das Video, das von vocativ auf dem Messaging-Dienst Telegram entdeckt wurde, zeigt Bilder von Dorsey und Zuckerberg, die mit Kugeln durchlöchert wurden.

Twitter hat nach eigenen Angaben bisher mehr als 125.000 IS-Profile auf seiner Plattform geschlossen. Auch Facebook entfernt zunehmend Inhalte, die die Terromiliz unterstützen.

„Alltäglich“

Werde ein Konto geschlossen, würden zehn neue entstehen, behauptet die IS-Gruppierung, die sich „sons oft he Caliphate army“ nennt, in dem Video. „Ihr spielt nicht in unserer Liga“, heißt es in Richtung Facebook und Twitter weiter. Die Extremisten geben auch an, mehr als 10.000 Facebook-Profile und 5000 Twitter-Konten gehackt zu haben.

Twitter zeigte sich laut dem „Guardian“ von den Drohungen der Terrormiliz wenig beeindruckt. Eine Unternehmenssprecherin sagte, das gehöre zum Alltag.

Treffen mit US-Justizministerium

Unterdessen bemüht sich die US-Regierung im Kampf gegen die Online-Präsenz von Extremistengruppen weiter um die Zusammenarbeit im Internet-Konzernen. Vertreter des Justizministeriums trafen sich am Mittwoch mit Managern von Twitter, Facebook, Apple und Google.

Das Ministerium appellierte dem Programm des Treffens zufolge an die Unternehmen, gezielt gegen die Rekrutierung neuer IS-Anhänger und die Radikalisierung im Netz vorzugehen. Die Maßnahmen sollten sich nicht nur auf das Löschen von Inhalten beschränken. Vielmehr sollten die Firmen aktiv mit alternativen Botschaften gegensteuern, um Nutzer vom Extremismus abzubringen.