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Digital Life
06/12/2015

IT-Security: "Sorglosigkeit von Unternehmen alarmierend"

Wie eine neue SORA-Studie zeigt, gibt es bei heimischen Unternehmen eine große Kluft zwischen dem subjektiven Gefühl von IT-Sicherheit und dem tatsächlichen Schutz.

Heimische Unternehmen glauben, dass sie im Bereich IT-Security gut geschützt sind. 66 Prozent der Kleinbetriebe und 46 Prozent der Einzelunternehmen fühlen sich sicher. Doch diese gefühlte Sicherheit ist trügerisch. Experten schätzen diese Betriebe nämlich nur zu jeweils 12 Prozent als tatsächlich sicher ein. Das ergab eine von A1 in Auftrag gegebene und vom Marktforschungsinstitut SORA durchgeführte Studie unter 500 österreichischen Unternehmen und 200 IT-Dienstleistern.

"Sorglosigkeit alarmierend"

„Hier gibt es eine enorme Kluft“, sagt Christoph Hofinger, Geschäftsführer von SORA, bei der Studienpräsentation am Freitag. Selbst von denjenigen, die bereits schon einmal einen Datenverlust erlitten haben, würden noch immer 16 Prozent der Unternehmen noch immer kein Backup anfertigen, so der SORA-Geschäftsführer. „Die Unternehmen werden nicht einmal aus Schaden klug“, kritisiert er. Diese Sorglosigkeit sei alarmierend.

Insgesamt verzichten 20 Prozent der heimischen Unternehmen gänzlich auf ein Backup ihrer Daten. 37 Prozent speichern Unternehmensdaten nur auf einer externen Festplatte, 16 Prozent auf einem USB-Stick. Drei Prozent der befragten Unternehmen setzen auf ein Cloud-System.

Acht von zehn mit Störfällen

Außerdem hatten acht von zehn Unternehmen bereits IT-Störfälle, jedes zehnte Unternehmen sogar mehr als fünf. „Das sind allerdings nur die, die die Unternehmen tatsächlich mitbekommen haben“, sagt Hofinger. Nur 12 Prozent der befragten Unternehmen waren bereits Ziel von Hackerangriffen - oder wussten zumindest von diesen. Denn, wie bereits erwähnt, ist die Dunkelziffer derjenigen Unternehmen, die zwar Ziel von Attacken geworden sind, durchaus höher.