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Namens-Streit
11/09/2010

Lamebook verklagt Facebook vorbeugend

Facebook will nicht, dass andere Seiten von seinem Ruf und Namen profitieren. Nach Warnungen an die Satire-Seite Lamebook fürchten dessen Betreiber eine Klage und führen nun einen Präventivschlag.

von David Kotrba

Wie die Technologie-Webseiten TechCrunch und CNET berichten, verklagen die Betreiber der Satire-Webseite Lamebook ihren Materiallieferanten Facebook - vorbeugend. Facebook hat in den letzten Monaten rechtliche Schritte gegen einige Web-Services mit dem Suffix "-book" angedroht. Diese würden den guten Namen von Facebook in den Schmutz ziehen oder von dessen Ruf profitieren. Lamebook wurde deswegen laut Berichten bereits im März 2010 kontaktiert. Facebook verlangte, dass Lamebook seinen Namen und sein Webseiten-Design ändere.

Lamebook beruft sich auf Verfassungsrecht

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Lamebook sammelt amüsante oder eigenartige Beiträge von Facebook und sieht sein Vorgehen in Einklang mit dem ersten Zusatz der US-Verfassung, die eindeutig gekennzeichnete Parodien von Werken schützt. Das Service wurde 2009 in Austin, Texas, von den beiden Grafik-Designern Jonathan Standefer und Matthew Genitempo gegründet. Jene beiden versuchen nun vor einem texanischen Gericht eine Präventiv-Entscheidung zu erreichen, die sie vor einer Klage seitens Facebook schützen soll.

Facebook sieht Ausnutzung der eigenen Popularität

Facebook-Sprecher Andrew Noyes bedauert den Schritt von Lamebook. Man habe sich monatelang darum bemüht, die Angelegenheit "freundschaftlich" zu lösen. Im Falle eines Prozesses vertraue Facebook auf die eigene Position. Das Social Network sieht in Lamebook einen unangebrachten Versuch, eine Marke aufzubauen, welche die Popularität und den Ruhm von Facebook ausnutze.

Trittbrettfahrer im Visier

Dieselbe Position vertrat Facebook bereits gegenüber den Betreibern von Teachbook - einer Online-Community für Lehrer -, Placebook - einem ortsbasierten Netzwerk oder Faceporn, einem "Sex-Netzwerk".

Gegen Teachbook zog Facebook vor Gericht, das Ergebnis ist noch ausständig. Währenddessen existiert Teachbook in genau der ursprünglichen Form weiter. Placebook wurde mit rechtlichen Schritten bedroht. Das Start-Up entschied sich jedoch zu einer Namensänderung, um weiteren Streitigkeiten zu entgehen. Placebook wurde daraufhin zu TripTrace. Faceporn wiederum ist bis auf weiteres offline. Die Betreiber planen aber einen Relaunch ihrer Seite. Unter welchem Namen, ist nicht bekannt.

(David Kotrba)

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