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Digital Life
06/28/2019

Laser des Pentagon identifiziert Personen anhand ihres Herzschlags

Das US-Verteidigungsministerium hat einen Laser entwickelt, der Personen aus einer Distanz von 200 Metern biometrisch identifizieren kann.

Das US-Verteidigungsministerium will Personen künftig über ihren Herzschlag erkennen. Wie die MIT Technology Review berichtet, hat das Pentagon eine Technologie namens Jetson entwickelt, die aus einer Entfernung von 200 Metern mittels Laser-Scanning-Vibrometrie auf der Haut vom Herzschlag verursachte Obeflächenbewegung messen kann.

Herausforderungen

Der Herzschlag jedes Menschen ist einzigartig und kann anders als etwa das Gesicht oder Fingerabdrücke nicht verändert werden. Die Jetson-Technologie hat aber ihre Herausforderungen. So funktioniert sie zwar durch Hemden, dickere Stoffe, etwa bei Wintermänteln, kann sie nicht durchdringen. Sie braucht auch 30 Sekunden, um Signale aufzunehmen, funktioniert also nur, wenn die Zielperson sich nicht bewegt, also still sitzt oder steht.

Um effizient zu sein, braucht es auch Referenzwerte, etwa eine Datenbank in der Herzschläge verzeichnet sind. Unter den richtigen Bedingungen verfügt die Technologie nichtsdestotrotz über eine Genauigkeit von 95 Prozent, heißt es in dem Bericht weiter.

Laut der MIT Technology Review arbeitet das Pentagon bereits seit Jahren an der Technologie. Neben dem Einsatz in der Überwachung seien aber auch andere Anwendungsfälle denkbar, heißt es. So könnten etwa Ärzte den Herzschlag prüfen, ohne Patienten zu berühren.