Digital Life
08.07.2015

Linus Torvalds lacht über Angst vor Terminator

Linux-Erfinder Linus Torvalds hält Befürchtungen, wonach intelligente Computer die Menschheit bedrohen könnten, für übertrieben.

Künstliche Intelligenz wird kommen, davon ist auch Linux-Gründer Linus Torvalds überzeugt. Dass dies eine Gefahr für die Menschheit darstellen könnte, wie andere Größen aus der IT-Welt bereits warnten, glaubt er aber nicht, wie er Tech Week Europe erzählt. Torvalds ist überzeugt, dass künstliche Intelligenz in verschiedenen Bereichen gezielt eingesetzt werden wird, etwa Spracherkennung oder Mustererkennung. Künstliche Intelligenz werde im Gegensatz zu aktuellen Systemen Entscheidungen treffen, die keinem klar nachvollziehbaren Muster folgen.

Torvalds glaubt aber, dass künstliche Intelligenz dadurch schwer zu einem weit verbreiteten Produkt werden kann. "Ich würde eher mehr und wesentlich ausgefeiltere, gezielte künstliche Intelligenz erwarten, als irgendetwas menschenartiges. Ich sehe einfach keine Situation, in der man plötzlich eine existentielle Krise bekommt, weil dein Geschirrspüler beginnt, mit dir über Sartre zu diskutieren."

Auch der Vision, dass künstliche Intelligenz eine Schwelle überschreiten könnte, ab der ihre Fähigkeiten rasant anwachsen, kann Torvalds nichts abgewinnen. "Dieses ganze 'Singularitäts'-artige Geschehen? Ja, das ist Science Fiction, und nicht einmal besonders gute Science Fiction meiner Meinung nach. Unendliches exponentielles Wachstum? Auf welchen Drogen sind diese Leute? Ich meine, wirklich."