Digital Life
04.04.2015

Microsoft feiert 40. Geburtstag: Bill Gates optimistisch

Am 4. April 1975 gründeten Bill Gates und Paul Allen den Software-Konzern. Nach der totalen Dominanz Anfang des Jahrtausends kämpfte Microsoft zuletzt mit Gegenwind.

Pünktlich zum 40. Geburtstag von Microsoft hat Konzerngründer Bill Gates einen persönlichen Brief an alle Angestellten geschrieben. In diesem blickt er stolz auf die Rolle Microsofts für die Entwicklung des Computerzeitalters zurück. "Als Paul Allen und ich damals das Ziel formulierten, einen Computer auf jedem Schreibtisch und in jedem Zuhause zu haben, dachten viele Leute, dass wir übergeschnappt seien", schreibt Gates.

Nächsten Jahre entscheidend

Mehr als noch an die Vergangenheit denke er allerdings an die Zukunft, genau genommen an die nächsten zehn Jahre. "Computing wird sich in den nächsten zehn Jahren schneller weiterentwickeln, als jemals zuvor. Bald werden Computer und Roboter sich natürlicherweise bewegen, sehen und interagieren können und so völlig neue Applikationen ermöglichen", so Gates.

Microsoft sieht Gates unter der neuen Führungskraft Satya Nadella bestens für die Zukunft gerüstet. Das würden innovative Produkte und Projekte wie der Sprachassistent Cortana, aber auch die Echtzeitübersetzung Skype Translator sowie die kürzlich vorgestellte Hololens zeigen. Viele Leute hätten immer noch keinen Zugriff auf Technologie, Microsoft müsse daher alles daran setzen, diese für alle Menschen auf der Welt zugänglich zu machen.

HoloLens von Microsoft

1/12

Zwischenablage36.jpg

Zwischenablage38.jpg

Zwischenablage35.jpg

Zwischenablage37.jpg

Zwischenablage31.jpg

Zwischenablage30.jpg

Zwischenablage333.jpg

Zwischenablage266.jpg

Zwischenablage26.jpg

Zwischenablage29.jpg

Zwischenablage28.jpg

Zwischenablage27.jpg

40 Jahre Microsoft

1975: Am 4. April gründen die Kindheitsfreunde Bill Gates und Paul Allen die Firma Micro-Soft. Der 19-jährige Gates wird Chef, der Name des Unternehmens wird später in Microsoft geändert.

1980: Microsoft bekommt von IBM den Auftrag, ein Betriebssystem für den geplanten Personal Computer zu liefern. Microsoft bietet ein zugekauftes Programm unter dem Namen MS-DOS an. Der Deal ist nicht exklusiv: Microsoft kann MS-DOS auch anderen Herstellern verkaufen. Gates' College-Freund Steve Ballmer kommt zu Microsoft.

1983: Allen zieht sich nach einer Krebserkrankung zurück.

1985: Microsoft veröffentlicht Windows, eine grafische Erweiterung für MS-DOS.

1986: Microsoft geht im März an die Börse. Das legt den Grundstein für Milliarden-Vermögen von Gates, Allen und Ballmer.

1990: Die Firma bündelt ihre Büroprogramme im Paket Microsoft Office.

1995: Windows 95 macht einen Sprung nach vorn, was die PC-Bedienung angeht. Zugleich will Microsoft vergeblich den Dienst MSN als Internet-Alternative etablieren. Nach dem Erfolg des Web-Browsers Netscape bündelt Microsoft sein Konkurrenz-Programm Internet Explorer mit Windows und erreicht damit eine dominierende Position.

1997: Die Bündelung von Internet Explorer und Windows löst Ermittlungen der US-Wettbewerbshüter aus.

2000: Gates übergibt im Januar die Microsoft-Führung an Ballmer und schafft für sich den Posten eines Chef-Software-Architekten. Im April entscheidet ein Gericht, Microsoft missbrauche eine Monopol-Position. Eine Zerschlagung steht im Raum.

2001: Im Oktober bringt Microsoft Windows XP heraus, sein langlebigstes Betriebssystem. Mit der Xbox steigt der Konzern ins Geschäft mit Spielekonsolen ein.

2004: Microsoft einigt sich mit US-Wettbewerbshütern. Zugleich gibt es Kartellermittlungen in Europa, die zu mehreren hundert Millionen Euro Strafe und Auflagen für die Trennung von Software führen.

2007: Windows Vista verkauft sich zwar gut, ist aber bei Nutzern unter anderem wegen umständlicher Bedienung unbeliebt. Ballmer belächelt das iPhone, Microsoft verpasst bei Smartphones den Anschluss an Apple und Googles Android-System.

2008: Gates gibt den Posten des Software-Architekten ab.

2009: Windows 7 soll die Schwächen von Vista ausbessern.

2012:Mit dem Tablet Surface stellt Microsoft den ersten Computer aus eigener Produktion vor.

2013: Microsoft kauft die Handy-Sparte des einstigen Weltmarktführers Nokia. Ballmer kündigt seinen Rückzug an.

2014: Cloud-Manager Satya Nadella wird neuer Konzernchef. Microsoft streicht nach der Übernahme des Nokia-Geschäfts 18 000 Arbeitsplätze. Nadella kündigt den Fokus auf Cloud-Dienste für alle Plattformen an.