Digital Life
04.02.2014

Microsoft Kinect bewacht koreanische Grenze

Ein in Südkorea entwickeltes System überwacht mit Hilfe von Kinect-Kameras die Grenze zwischen Nord- und Südkorea.

Microsofts Bewegungssteuerung Kinect hat seit ihrer Veröffentlichung 2010 sehr kreative Projekte inspiriert, angefangen bei einer speziellen Steuerung für Sex-Videospiele bis hin zu einer Roboterhand. Doch Kotaku dürfte das wohl bislang ungewöhnlichste Einsatzgebiet der Kinect entdeckt haben. Ein südkoreanischer Programmierer hat eine Software entwickelt, die mit Hilfe der Kinect die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea überwachen soll. Einem Bericht der Onlineausgabe der Tageszeitung Hankook Ilbo zufolge wurde das System bereits im August installiert.

Upgrade auf neue Xbox One

Derzeit kommt noch die erste Version der Kinect zum Einsatz, da es bislang noch keine Entwickler-Version der Kinect für Xbox One gibt. Ein Upgrade ist aber offenbar geplant, denn das System solle in Zukunft auch Herzschlag und Hitze erfassen können. Derzeit ist es lediglich dazu in der Lage, ein Lebewesen zu erkennen sowie Mensch und Tier zu unterscheiden. Sollte ein Mensch entdeckt werden, wird ein nahegelegener Posten darüber informiert. Details dazu, wie das System genau funktioniert, sind nicht bekannt. Die Kinect der ersten Generation funktioniert laut Microsoft auf maximal vier Meter Entfernung, darüber hinaus können Personen nicht mehr zuverlässig erkannt werden. Auch die zweite Generation erweitert diesen Bereich nicht sehr stark, laut Microsoft sind maximal sechs Meter möglich.