Betrüger prellen Senioren

© APA/dpa/Julian Stratenschulte / Julian Stratenschulte

Digital Life
02/10/2020

Microsoft-Masche: Tiroler um mehrere tausend Euro betrogen

Ein 47-Jähriger wurde um einen mittleren vierstelligen Eurobetrag erleichtert, eine 55-Jährige um eine Summe im hohen vierstelligen Bereich.

Ein 47-jähriger Mann und eine 55-jährige Frau aus dem Bezirk Innsbruck-Land sind Opfer von Internet-Betrügern geworden. Der 47-Jährige ging einem Mann auf den Leim, der sich als Microsoft-Mitarbeiter ausgab und Schaden in Höhe eines mittleren vierstelligen Eurobetrags verursachte. Die Frau überließ einem Unbekannten gutgläubig eine Summe im hohen vierstelligen Bereich, informierte die Polizei.

Der 47-Jährige wurde vor wenigen Tagen von dem Betrüger angerufen. Er gab an, dass der PC des Mannes Ziel eines Hacker-Angriffs geworden sei. Der Tiroler erlaubte dem Unbekannten den Fernzugriff auf den PC, woraufhin dieser an die Daten zum Onlinebanking und zum Onlineshopping gelangte.

Im Fall der 55-Jährigen baute ein Betrüger über das Internet ein Vertrauensverhältnis zu der Frau auf. Er berichtete ihr von Geldproblemen, woraufhin sie ihm in mehreren Tranchen Geld überwies. Als der Mann weiteres Geld verlangte, zeigte ihn die 55-Jährige an.

Der Microsoft-Trick

Microsoft rät Betroffenen, mit dem Problem zur Polizei zu gehen und den Betrugsversuch anzuzeigen. Zudem solle man sich direkt beim Konzern melden.

Wer von einem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter am Telefon angerufen wird, sollte immer skeptisch sein: Der Konzern schickt weder unaufgefordert E-Mails, noch will er persönliche oder finanzielle Daten per Telefon wissen. Ein Kontakt zum Microsoft-Support erfolgt ausschließlich auf Initiative der Nutzer.

Im August vergangenen Jahres haben derartige Betrüger ausgerechnet eine US-Polizeibeamtin angerufen und versucht, ihr persönliche Informationen zu entlocken. Herausgekommen ist ein Video, das eindrucksvoll zeigt, wie man mit solchen Telefonbetrügern umgeht.

"Geben Sie am Telefon niemals persönliche Details preis. Sie sollten auch nie derartige Informationen bestätigen, auch wenn sie richtig sind", rät die Polizistin am Ende des Videos. "Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie am besten einfach auf."

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