Digital Life
30.06.2013

Mit Licht und Farbe gegen Angst im Spital

Ein guter und damit gesunder Schlaf ist für die Patienten in Krankenhäusern und die Bewohner von Senioreneinrichtungen besonders wichtig. Eine große Bedeutung kommt dem Tageslicht zu, schließlich hat dieses positive Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden. Neue Beleuchtungskonzepte orientieren sich am natürlichen Tageslicht und versuchen, dessen Vorteile in Krankenzimmer zu übertragen.

Schlechte Lichtverhältnisse führen schnell zu Ermüdungserscheinungen, da Auge und Gehirn überanstrengt werden. Mit zunehmendem Alter haben Menschen einen höheren Lichtbedarf. Aber auch auf junge Menschen wirkt dynamisches Tageslicht sowohl anregend als auch – dank wechselnder Lichtintensitäten – entspannend. Das ist wichtig für die Regelung des menschlichen Tag-Nacht-Rhythmus` – und sorgt so für einen gesunden Schlaf.

Atmosphäre
Mit seinem Beleuchtungskonzept HealWell orientiert sich Philips am natürlichen Tageslicht und versucht so, dessen Vorteile in Krankenzimmer und Seniorenzimmer zu übertragen. Während des Tages werden mittels HealWell in den Räumen dynamisch wechselnde Lichtintensitäten geschaffen, die etwa den natürlichen Verlauf eines sonnigen Tages im Freien abbilden.

Darüber hinaus können die Lichtverhältnisse auch individuell angepasst werden, die Patienten können sich eine eigene Wohlfühlatmosphäre schaffen, für das Pflegepersonal sorgt helleres Licht für bessere Arbeitsverhältnisse. Eine vom Maastricht University Medical Center (NUMC) durchgeführte Feldstudie hat dem HealWell-Konzept Erfolge bestätigt. Demnach habe die Schlafqualität der Patienten verbessert werden können, auch die allgemeine Zufriedenheit von Patienten und Pflegepersonal sei gestiegen.

Unterschiedliche Beleuchtungsmodi

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Philips HealWell

Philips HealWell

Philips HealWell

Philips HealWell

Farbwahl
Ähnlich positive Wirkungen werden dem von Philips Medical Systems und Philips Lighting gemeinsam entwickelten Beleuchtungskonzept AmbiScene bescheinigt. Dieses Konzept flexibler Beleuchtung soll einerseits im Einzelhandel durch das Errichten einer Wohlfühlatmosphäre zum Einkaufen animieren. Beim Einsatz im Gesundheitswesen – etwa in Behandlungs- oder Wartezimmern, speziell bei angstbehafteten Untersuchungen wie der Mammographie oder der Magnetresonanztomografie (MRT) – wiederum soll damit eine beruhigende Lichtumgebung geschaffen werden.

Die Möglichkeit, Räume sowohl von der Farbe als auch der Intensität des Lichtes her, unterschiedlich zu beleuchten kann Patienten dabei helfen, in einen entspannten Zustand zu gelangen, der dem medizinischen Personal wiederum die Untersuchung erleichtert. Zudem ist es den Patienten möglich, über die Wahl von Farbe und Licht mitzuentscheiden. Auch diese Einbindung soll für eine positivere Atmosphäre sorgen. Schließlich können die verschiedenen Farben des Lichts sogar als Kommunikationsmittel verwendet werden, Rot könnte etwa für "Luft anhalten" stehen.

Untersuchung
Im Rahmen einer kontrollierten klinischen Studie mit dem Titel „Intervention von farbigem Licht auf die Untersuchung am CT und MRT" wurde die Wirkung des mithilfe von AmbiScene erzeugten Lichts auf Patienten und Praxismitarbeiter untersucht. Mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der befragten 389 Patienten gaben demnach an, dass sie in einem mit AmbiScene beleuchteten Raum weniger Angst vor der Untersuchung hätten.

Dem Personal wird dadurch die Arbeit erleichtert und es können mehr Untersuchungen durchgeführt werden. Im Princess Alexandra Hospital im britischen Harlow etwa kommt der mit dynamischen Lichteffekten aufgerüstete CT-Scanner nun 38 Mal pro Tag zum Röntgen-Einsatz statt wie zuvor nur 25 Mal. In Harlow ist übrigens Gelb die beliebteste Farbe während der Untersuchungen: die Mitarbeiter erkennen in diesem Licht die Adern besser, die Patienten fühlen sich an einen schönen Sommertag erinnert.